(18.01.2012, 15:15) Ob es den Facebook-Nutzern gefällt oder nicht: Die nächste Welle von Open-Graph-Anwendungen auf Facebook ist in Anmarsch. Waren eine der ersten Apps etwa die Guardian-, die Washington Post-App oder Spotify, die im Echtzeit-Ticker anzeigen, wer etwas "hört" oder "liest", so werden nun weitere Anwendungen freigeschaltet, die diese Funktion vorsehen. Facebook wird heute in San Francisco eine Reihe von Apps vorstellen, welche die Frictionless-Sharing-Funktion integriert haben.
Dabei werden auch bereits bestehende Anwendungen mit diesem, von vielen Nutzern abgelehnten Dienst, versehen werden. Man kann also davon ausgehen, dass sich das Nutzererlebnis auf Facebook sehr bald stark ändern wird. Zudem gibt es bereits Gerüchte, dass die Nutzung der Timeline, die eng mit dem Open-Graph-System verzahnt ist, bereits schon in dieser Woche teilweise verpflichtend werden soll.
TechCrunch hat bereits darüber nachgedacht, welche Verben wohl in Zukunft mit den Applikationen verbunden werden. Neben "läuft", "kocht" und "kauft" kann man von allerhand Absurditäten ausgehen. Natürlich wird Facebook aber, wie so oft, mit einer Reihe negativer Konsequenzen zu rechnen haben: Eine Vielzahl verärgerter Nutzer, die sich übergangen fühlen, fragliche Privatsphäre-Eingriffe und enormes Over-Sharing, das nicht nur Menschen, die Änderungen nicht mögen, sondern auch "nachsichtige" Nutzer voraussichtlich nerven wird.
Frictionless-Sharing ist bei vielen Nutzern auf Kritik gestoßen. Dennoch setzt Facebook alles daran, diese Form der Kommunikation auszuweiten. Inwieweit die Nutzer dies akzeptieren werden, wird sich zeigen.
Hierzulande werden die Neuerungen in der Nacht zum Donnerstag sichtbar werden. Einige Spekulationen, welche Apps nun als Open-Graph-Aktionen eingeführt werden gibt es hier:· Payvment: Mit dem Verb "Kaufen".
· Causes: Mit dem Verb "Spenden".
· Airbnb: Mit dem Verb "Reisen".
· Foodily: Mit dem Verb "Kochen"