Obwohl österreichische Unternehmen zunehmend auf Cloud Computing setzen, bestehen noch viele Zweifel an dem Trend.
(Wien, 17.3.2010) Dass das Cloud Computing in Unternehmen noch mit einer großen Unsicherheit bei den Verantwortlichen einhergeht zeigt eine aktuelle Umfrage von CA, einem der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von IT-Management-Software. Laut der Studie mit dem Titel "Unleashing the Power of Virtualization – Cloud Computing and the Perceptions of European Business" sind österreichische Unternehmen noch nicht vollends überzeugt.
Zaghafte Cloud
Die von der internationalen Forschungsorganisation Vanson Bourne in 550 Unternehmen und 14 Ländern durchgeführte Umfrage zeigt allerdings auch, dass Cloud Computing an Zugkraft gewinnt. Lediglich elf Prozent der Befragten halten Clouds für eine kurzfristige Modeerscheinung. Mit 72 Prozent gibt allerdings eine große Mehrheit an, sich beim Cloud Computing noch nicht sicher zu sein und diesbezüglich Zweifel zu hegen. 89 Prozent der befragten Österreicher gaben an, entweder gerade zu virtualisieren oder dies vorzuhaben. Allerdings sinkt diese Zahl signifikant, wenn es um den weiteren Schritt von einer statischen IT-Umgebung hin zum Cloud Computing geht. Lediglich 23 Prozent arbeiten mit einer automatischen Provisionierung, eine automatische Deprovisionierung nehmen überhaupt nur neun Prozent in Anspruch und 40 Prozent gaben an, eine dynamische Ressourcen-Allokation durchzuführen.
"Nach unseren Erfahrungen nutzen Unternehmen die Virtualisierung bereits zur Kostensenkung in den Rechenzentren. Allerdings wissen sie nach eigener Aussage noch nicht, wie sich virtualisierte Umgebungen automatisieren, verwalten und sichern lassen. Aufgrund dieses Kenntnisstands sind Unternehmen momentan noch nicht in der Lage, die weit über Kostenersparnis und Serverkonsolidierung hinausgehenden Vorteile der Virtualisierung zu nutzen", so Bjarne Rasmussen, Chief Technology Officer and Senir Vice President EMEA von CA.
Unklare Vorteile
Laut den Studienergebnissen sind sich die österreichischen IT-Verantwortlichen in den Unternehmen noch nicht über die Vorteile des Cloud Computings bewusst. Für 31 Prozent ist die Computer-Wolke lediglich ein Synonym für Outsourcing. Technische Vorteile wie Self-Service auf Abruf, breiter Netzwerkanschluss, hohe Flexibilität und präzise abgerechnete Services werden laut CA noch nicht mit den geschäftlichen Vorteilen verbunden. Denn neben der Kostenersparnis können die Unternehmen von einem verbesserten Return-on-Investment, einer erhöhten Erreichbarkeit und der schnelleren Generierung von neuen Services profitieren. Als größte Hemmnisse für die Cloud wird das Management dieser (50 Prozent) und die Sicherheit in der Wolke (26 Prozent) genannt. Für 46 Prozent der Befragten verhindern schlichtweg die eigenen Kapazitäten die Einführung einer Cloud-Infrastruktur.
"Unternehmen, die die Zukunft im Blick haben, fangen schon heute an, virtualisierte Umgebungen dynamisch zu managen, um Infrastructures as a Service anbieten zu können", so Rasmussen. "Das macht sie flexibler und ermöglicht es ihnen, Rechenleistung On Demand zu offerieren. Dadurch entsteht eine interne Cloud, mit der Unternehmen das enorme Potenzial der Virtualisierung freisetzen können. Es ist nun Aufgabe der IT-Branche, nicht nur für die Cloud Überzeugungsarbeit zu leisten, sondern für alle diesem Modell zugrundeliegenden Technologien, damit Unternehmen erfolgreich und reibungslos in die Wolke umsteigen können."
Weitere Ergebnisse der Studie auf Englisch finden Sie hier.
Insider, 19.03.2010
Es lebe die Cloud
denn auch dieser Hype wird an uns vorübergehen. Zweifelsfrei, es wird Bedarf und Nutzen nach der neues Form des Outsourcing geben, diesen jedoch als Allheilmittel für alles und jedermann zu preisen halte ich für vermessen. Die IT-Branche scheinen die großen Neuerungen zu fehlen wenn derartig alte Hüte so lange neu aufgewärmt werden!