Zwei Unterschiede zwischen GooglePlus und Facebook

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Zwei Unterschiede zwischen GooglePlus und Facebook

 

In Google+ ist gerade eine lebhafte Diskussion darüber entbrannt, ob die User selbst den Inhalt ihrer Newsfeeds bestimmen können sollen, oder ob das wie in Facebook ein Algorithmus machen soll. Die Stimmung ist fast gänzlich gegen den Algorithmus.

 

(25.7.2011, 19:30) Die beiden Dinge, die mich Facebook am meisten ärgern, sind die völlig uninteressanten News über Befreundungen und die Filterung der Newsfeeds. Facebook blendet diese penetrant und gehäuft immer an den Anfang und in großer Zahl ein. XY ist jetzt mit AB und 27 anderen befreundet. Sorry, aber das ist mir völlig egal.

Zum Glück gibt es diesen Nonsens bei G+ gar nicht, da mit den Kreisen ein gänzlich anderes Konzept verfolgt wird.

Die zweite Sache, die ich dauernd ärgerlich finde, ist, dass ich nie weiß, was ich nicht zu sehen bekomme. Je nachdem wie ich in meinen Newsfeed schaue – ob mit Notebook, Tablet mit mobiler Webseite oder App – die angezeigten News sind ganz unterschiedlich. Und immer wieder sehe ich, dass das, was andere auf einer Seite oder einer Pinnwand sehen, nicht das gleiche ist, was bei mir angezeigt wird, obwohl wir völlig gleich verlinkt/befreundet sind.

Nun bricht Clint Boulton in der Google Watch eine Lanze für Algorithmen, die zwischen Signalen und Hintergrundrauschen unterscheiden können und uns nur mehr das zeigen, was uns interessiert.

Lois Gray hat diese These gleich in G+ zur Diskussion gestellt und anschließend auch Mike Elgan und danach noch einige andere. Ohne jetzt die Kommentare genau statistisch erfasst zu haben  - die Ablehnung der Algorithmen ist überwältigend. Fast niemand fühlt sich nicht in der Lage seine News so zu managen, so dass man vor allem das zu Gesicht bekommt, was interessiert.

Google+ bietet eine ganze Reihe von Mechanismen, meinen Newsfeed zu filtern. Allen voran die Kreise, die im Gegensatz zu den Listen in Facebook auch perfekt funktionieren. Dann kann man Personen blockieren, ausblenden und selbst einzelne Beiträge ausschalten, wenn dazu zu viel kommentiert wird.

Einen Gedanken in einem der Kommentare fand ich auch besonders interessant. Facebook variiert angezeigte Postings und Kommentare auch sehr stark nach Aktivitätslevel und Feedback. Daraus folgt, du musst sehr aktiv sein um selbst gesehen zu werden und auf alles und jedes klicken, um dir nichts entgehen zu lassen.

Und genau hier beißt sich der Hund in den Schwanz. Denn die Algorithmen verleiten zu spammenden Verhalten.

Abgesehen davon wende ich mich auch immer mehr Twitter zu, wenn ich Information wirklich brauche. Denn wenn ich nach einem bestimmten Hashtag filtere, bekomme ich einfach alles dazu. Und das von denen ich folge bekomme ich ebenfalls zuverlässig und komplett zugestellt. Und wenn ich mal zwei Tage nichts lesen will, z.B. zwischen Silvester und Neujahr, dann versäume ich eben alles aus dieser Zeit und lasse mir nicht per Hauptmeldung von Facebook irgendwas nachreichen.

Aber wie es scheint, hat Google diese Bevormundung ohnehin als Schwachstelle von Facebook erkannt und hat nicht vor den gleichen Fehler zu begehen.

Übrigens - liebe G-Plusser: Es ist ok, wenn Du gleich hier drunter auf +1 klickst. :-)
(Die Facebooker muss ich gar nicht auf das Gefällt mir aufmerksam machen, oder?)

Telekom Presse auf Google+: http://gplus.to/pfmayer

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