(29.1.2012, 13:50) Fans in Facebook, Follower in Twitter und „In Kreisen von anderen“ sind die Social-Media-Währungen, mit der Marken und Unternehmen gerne hausieren gehen. Aber vor allem in Facebook heißt ein Klick bei einer Seite auf „Gefällt mir“ so gut wie gar nichts.
Das australische Ehrenberg-Bass Institute hat nun hochinteressante Ergebnisse veröffentlicht, über die Bereitschaft der Fans zur Interaktion mit Seiten, die sie geliked haben. Und die Ergebnisse sind ziemlich ernüchternd, denn nur weniger als ein halbes Prozent sind dazu bereit.
Um zu diesen Ergebnissen zu kommen nutzte das Institut Facebooks eigene Metrik „xx sprechen darüber“, den ziemlich komisch bezeichneten Zähler für Likes, Kommentare, Teilen oder anderen Wegen, wie Nutzer mit einer Seite interagieren. Der Zähler wurde im Herbst 2011 eingeführt um Werbern einen besseren Einblick in die Interaktion mit Seiten zu geben.
Das Institut beobachtete diesen Zähler bei den 200 größten Seiten auf Facebook sechs Wochen lang ab Oktober. Durchschnittlich zeigte der Zähler gerade 1,3% der Gesamtzahl von Fans einer Seite an. Aber es kommt noch schlimmer. Zieht man die Zahl der neuen Likes ab, dann kommt man nur auf 0,45% ‚echter‘ Interaktionen. Also weniger als ein halbes Prozent der Nutzer, die sich als Fans einer Seite deklarieren, nehmen sich die Mühe in irgendeiner Form mit der Seite zu interagieren.
Für die Researcher von Ehrenberg-Bass ist das aber noch nicht so negativ, wie es auf den ersten Blick scheint. So sagt die Senior Researcherin Karen Nelson-Field: „Man muss verstehen, was Facebook für eine Marke tun kann und was nicht. Es unterscheidet sich nämlich nicht wirklich von anderen Massenmedien. Man bekommt eine große Reichweite, aber es wird nicht über Nacht die Art und Weise verändern, in der sich Menschen mit Marken beschäftigen.“
via AdAge