Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage wurde bereits vier Millionen Deutschen das Handy gestohlen. Der Fachverband gibt Tipps für den Fall der Fälle.
(Berlin, 30.08.2010) Mit vier Millionen Personen wurden bereits sieben Prozent der deutschen Bundesbürger von Dieben um ihr Handy erleichtert. Zwölf Prozent oder rund sieben Millionen haben ihr Mobiltelefon bereits einmal verloren. 1,2 Millionen Unglücksraben ist beides bereits passiert. Das ergibt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.
Vorkehrungen "Der Verlust des eigenen Handys kommt leider häufig vor", sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied René Schuster. "Die Geräte enthalten oft wichtige und in vielen Fällen auch private Daten, Bilder und Texte. Man sollte deshalb einige einfache Vorkehrungen treffen und im Fall der Fälle schnell reagieren." Wenn das Mobiltelefon nicht mehr auffindbar ist, sollte zuerst versucht werden, das eigene Handy anzurufen. Ein ehrlicher Finder könnte das Gespräch entgegennehmen, auch wenn den meisten von uns die Erfahrung etwas anderes lehrt. Wenn diese Versuche fehlschlagen muss zu allererst die SIM-Karte gesperrt werden, um hohe Kosten zu vermeiden. Zur Sperrung der Karte sind meist die Telefonnummer und die SIM-Kartennummer oder ein Kundenkennwort notwendig. Es ist ratsam, diese Daten für den Notfall immer griffbereit zu haben. Für die Sperrung der alten Karte und die Zusendung einer neuen SIM fallen in der Regel zwischen 20 und 30 Euro an.
Auch die Seriennummer des Handys, die sogenannte "International Mobile Equipment Identity" (IMEI), sollte notiert werden. Die 15-stellige Nummer findet sich meist unter dem Akku, kann aber auch über die Tastenkombination *#06# abgerufen werden. Dadurch kann das Telefon eindeutig identifiziert werden, sollte es doch noch in einem Fundbüro landen.
Gegebenenfalls sollte auch die Haushaltsversicherung kontaktiert werden. Die Versicherung kommt für den Schaden auf, wenn das Telefon bei einem Einbruch gestohlen wurde oder durch einen Wohnungsbrand zerstört wurde. Auch bei Raubüberfällen springt die Versicherung ein, der Überfall muss zusätzlich der Polizei gemeldet werden. Anwender können sich zudem über spezielle Handy-Versicherungen vor Schaden schützen.
Smartphones bieten gegenüber herkömmlichen Mobiltelefonen den Vorteil, dass man die Daten bei Verlust des Handys auch aus der Ferne löschen kann. Dazu gibt es spezielle Programme, die man auf dem Smartphone installiert. Um das schlimmste – nämlich Datenverlust – zu vermeiden, empfiehlt es sich zudem regelmäßig eine Datensicherung durchzuführen.