(21.12.2010, 10:54) Nach einem zögerlichen Start von Social Media als Marketingtool in den vergangenen zwei Jahren, scheinen Unternehmen und Agenturen in jüngster Zeit mehr als freudig auf den Zug aufgesprungen zu sein. Egal, ob es sich um Facebook oder Twitter, Foursquare oder Gowalla, Groupon oder Scavengr handelte. "Wir tendieren aber den sogenannten 'bright shiny objects' nachzuhecheln", erklärt US-Marketingexperte Adam Kmiec von Marc USA. Während also der Tod von Facebook bereits prophezeit wird, wird der sensationelle Aufstieg eines neuen strahlenden Tools gepredigt. Folglich, so Kmiec, wird die Hälfte der Social Media Mitläufer versagen.
Vielen werden unter anderem folgende Gründe das Genick brechen:
Dem Sozial Media Guru glauben. Das Konzept von Social Media Marketing ist erst einige Jahre alt und steckt noch in den Kinderschuhen. Wie also kann jemand von sich behaupten, alles zu wissen?
Eine Kampagne nicht an die Realität binden. Marketing Initiativen, die quasi in ihrem Ursprung social sind, müssen "in die Geschäftsstruktur eingeflochten werden", so Kmiec, oder sie würden nie erfolgreich sein.
Mitarbeiter von der Partizipation ausschließen. Dem Personal ein Verbot für die Nutzung von Facebook, YouTube und andere Social Media Kanäle auszusprechen, ist der falsche Zugang. "Um mit den Kunden eine social Linie zu fahren, müssen auch die Arbeitgeber social sein".
Die Kampagne im Ghetto ansetzen. Alle Bereiche einer Firma sollten in die Kampagne miteinbezogen sein, inklusive Kommunikation, PR und Marketing. Marc Kmiec sagt dazu: "Wenn du schnell reisen willst, reise alleine, aber wenn du weit kommen möchtest, reise zusammen."
Die Forschung vernachlässigen. Social Media hat eine enorme Menge an Erhebungen zu User-Verhalten und -Einstellungen hervorgebracht, so Kmiec. Ein Überblick zu diesen Forschungsergebnissen und Statistiken "kann Unternehmen helfen, Möglichkeiten zu entdecken, von denen sie nicht wussten, dass sie existieren".