(27.10.2011; 09:30) Die sozialen Medien haben Auswirkungen auf das Fernsehen, besonders auf die aktuellen Nachrichten. Seit ein paar Jahren haben sich Twitter und andere soziale Netzwerke als digitale Realtime Diskussionsplattformen etabliert. In diesen Netzwerken können die User sich treffen und gemeinsam über die jeweiligen TV-Shows, die ihnen präsentiert werden, diskutieren.
Dieses Verhalten ist mehr oder weniger organisch entstanden. Während sowie nach sportlichen Großveranstaltungen und aktuellen Nachrichten wenden sich die User an Dienste wie Twitter oder Facebook um ihre eigenen Gedanken über diese TV-Shows zu verbreiten, dabei handelt es sich mittlerweile um etwas natürliches. Genauso wie andere Elemente, die die Twitter-Gemeinschaft auf eigene Weise erstellt hat, wie Hashtags oder Retweets, hat sich das soziale Netzwerk jetzt vollständig in der Rolle eines Ergänzungsmediums zum Fernsehen eingefügt.
Vor kurzem hat Twitter eine formelle Vereinbarung mit den Machern der Show X Factor USA getroffen. Mit dieser Vereinbarung wird ein soziales Stimmrecht im Service integriert, das den Usern erlaubt ihre Stimmen zum Show Ergebnis via Direct Message abzugeben. Während noch vor einem Jahrzehnt die Zuschauer von American Idol zum Telefon gegriffen haben um ihre Stimme abzugeben, erledigen sie dies heute über Twitter.
Für Twitter wirkt sich diese Strategie nicht unbedingt direkt auf den Umsatz aus. Vielmehr ist es ein Weg um das Interesse und das Engagement in den Service zu fördern sowie mehr Menschen an sich zu binden. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen versucht das soziale Engagement mit TV-Content zu fördern. Twitter hat Partnerschaften mit Netzwerken sowie Kabelanbietern geschlossen und hat jemanden eingestellt, dessen Aufgabe es ist, diese Partnerschaften zu kultivieren. Der „Twitter on TV“ Leitfaden gibt den Fernsehproduzenten Beispiele und Tipps, wie sie den Microblogging-Dienst am Besten nutzen können.