(11.1.2011, 7:20) Twitter ist was User anlangt extrem erfolgreich – 200 Millionen Menschen nutzen es bereits, um mehr als 100 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Umso erstaunlicher ist, dass das Start-up keine klare Vision über seinen Zweck und seinen zukünftigen Weg hatte. Twitter scheint einfach passiert zu sein.
Nachdem Dick Costolo im Oktober als CEO ernannt worden war, meinte er in einem Interview: „Derzeit versuchen wir zu definieren, wofür Twitter eigentlich da ist.“
Das scheint nun nicht mehr länger der Fall zu sein. In einem Interview mit All Things Digital auf der CES erklärte er die Vision und den Zweck von Twitter so: „Wir möchten Leute unmittelbar mit dem verbinden, was für sie am wichtigsten ist.“ Er erläuterte weiter, das Twitter nicht nur einfach verbinden will, sondern, dass Sinn und Zweck dahinter stehen sollen, wie etwa die Kommunikation zwischen Freund und Freundin oder einfach als tägliche Quelle von Nachrichten.
Twitter definiert sich also selbst neu als Nachrichten-Netzwerk. Es geht also nicht um soziale Verbindungen, sondern mehr um die Verbindung von Twitterern mit relevanten Informationen, egal von wem diese stammt.
Nach dieser Neudefinition des Zwecks von Twitter fehlt nur noch die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells.