(11.11.2011, 11:55) Die Fanseiten in Google+ haben einen unglaublich tollen Start hingelegt. Es kamen blitzschnell Hunderttausende davon online und wer schon eine hat wie die Telekom Presse, darf sich aber starken Zuspruch und rasant wachsende Follower-Zahlen freuen.
Aber klarerweise gibt es einige Anfangsprobleme und wir haben die zusammengestellt, die am dringendsten einer Lösung bedürfen:
1. Multiple Administratoren
Derzeit gibt es nur einen Admin pro Seite was mehr als problematisch ist. Einer allein kann die Workload, die mit so einer Seite verbunden ist kaum stemmen – ich kann ein Lied davon singen. Krankheit, Urlaub, auswärtige Termine – soziale Medien erfordern oft rasche Reaktionen, die dann nicht mehr möglich sind. Meine wertvollen Google Zugangsdaten herzugeben ist natürlich undenkbar.
Und für große Unternehmen stellt sich natürlich noch ein anderes Problem – was ist, wenn die betreffende Person kündigt? Aber ich bin überzeugt, dass Google das Problem kennt und wir rasch einen Update bekommen werden.

2. Mobiler Zugang
Als Admin braucht man einen PC als Zugang um irgendetwas mit einer Seite machen zu können. Die App unterstützt natürlich die Seiten Admininistration noch gar nicht und wird sie möglicherweise auch nie unterstützen. Geht man über den Browser in Google+ bekommt man die mobile Webseite vorgesetzt, die kümmerlich ausgestattet ist. Scrollt man nach unten, kann man zwar auf eine Desktop Version umschalten.
Aber dann – bitte liebe Google Programmierer was ist euch da eingefallen – wirst du bei der nächsten Aktion wieder auf die mickrige mobile Seite zurückgeschaltet. Offenbar hat sich bis zu Google noch nicht herumgesprochen, dass es Geräte mit dem Betriebssystem Android gibt, mit dem ohne weiteres in normalen Webseiten surfen kann. Als Hinweis: Das geht mit dem Galaxy Note, allen Tablets mit Honeycomb und allen Smartphones mit 4 Zoll oder mehr Displays.
3. Vanity URLS
Die Telekom Presse hat auf Google+ diese URL:
https://plus.google.com/b/107956568441961581228/
Auf Facebook hingegen diese:
http://www.facebook.com/telekompresse
und auf Twitter diese:
http://twitter.com/#!/telekompresse
Damit wird der Unterschied schon halbwegs klar. Für Unternehmen und Marken dienen diese Art der Seiten für das Marketing und wenn man ein Unternehmen nur einem 12 stelligen Zahlencode finden kann, …. Aber das stimmt nicht ganz, denn Google+ hat natürlich eine hervorragende Suchfunktion und ein bessere Vernetzung und virale Verbreitung als etwa Facebook.
3. YouTube Integration
Für die Telekom Presse oder andere Medien stört die geringe Integration wenig, aber ich bin etwa auch Admin der Seite der AFC Kornmesser Rangers, ein Sportklub der obersten österreichischen Spielklasse in American Football. Und dort wäre natürlich die nahtlose Verbindung mit YouTube sehr sinnvoll. Wie übrigens auch für viele Unternehmen, die schon einen eigenen Channel in YouTube haben oder einen planen.
4. Google Analytics
Derzeit gibt es so gut wie gar keine Möglichkeit zu messen, was in Google+ oder gar auf den Seiten los ist. Es gibt zwar Tools von Dritten, die aber nicht in die für Marketing Zwecke nötige Tiefe gehen. Es ist zu hoffen, dass Google sein kostenloses Tool Analytics bald auch auf Google+ anwendbar macht.
Hier eine Aufteilung der Betriebssysteme bei den Zugriffen auf die Telekom Presse, eine Information, die unbedingt erforderlich ist um Entscheidungen treffen zu können.

Solche und andere Informationen wären natürlich auch von Google+ extrem hilfreich. Und das bringt uns gleich zum nächsten Wunsch.
5. Offene Schnittstellen und APIs
Bisher war Google recht offen dabei Dritten Zugang zu Funktionen einzuräumen. Google+ ist noch immer eine ziemlich geschlossene Gesellschaft. Aber der Erfolg von sozialen Netzen hängt unter anderem auch davon abe, wie viel Dritte dafür tun können.
6. Mehr Möglichkeiten der Fan Werbung
Bei den Google+ Seiten muss zuerst der User die Seite in seine Kreise aufnehmen. Erst dann entsteht eine Verbindung und auch die Seite kann den Nutzer ihren Kreisen hinzufügen. Was noch fehlt ist die Möglichkeit eines aktiven Marketings oder von Einladungen. Ich kann zwar in meinem privaten Account etwas posten, aber nicht direkt zu einer Seite einladen, wie dies in Facebook möglich ist.
7. Blog Funktionalität
Google+ lässt zwar längere Postings als Facebook zu, es wäre aber durchaus nützlich einen Reiter für Blogs zu haben. Damit könnten Anleitungen für die Nutzung, Problembehebungen oder ähnliches einfach direkt im Rahmen der Seite kommuniziert werden.