Mit dem BlackBerry Storm 2 arbeitet man mobil genauso wie am
Büro-PC. Der Touchscreen bietet angenehmes Feedback.
Der Storm 2 unterscheidet sich von seinem Vorgänger in zwei wesentlichen Punkten: Der Touchscreen wurde völlig neu gestaltet und gibt jetzt ein hervorragendes Feedback wie bei keinem anderen Gerät. Und zweitens ist das neue Mobilo mit der Firmwareversion 5 ausgestattet und bietet daher all die neuen Features, die der ebenfalls neue BlackBerry Enterprise Server 5.0 (BES) enthält. Zusammengefasst gesagt: Man kann damit (fast) alles tun, was man auch am Büro-PC machen kann. Dazu kommen noch Satellitennavigation, WLAN, superschnelles Internet und zwei Gigabyte interner Speicher.
Das Enterprise-Smartphone
In vielen Testberichten wird der Storm 2 nur hinsichtlich der Consumer-Features beschrieben und bewertet, die wichtigsten Funktionen und Änderungen, die aber durch die Kooperation mit dem BES zum Tragen kommen, werden nicht einmal erwähnt. Hinsichtlich Funktionen wie Musik anhören, Videos sehen, mag er gut oder schlecht sein – was ein Business-User aber möglicherweise gar nicht einmal merken kann, wenn der Administrator just diese Funktionen über die zentrale Administration abgeschaltet hat. Aber in der Business-Tauglichkeit ist der Storm 2 absolute Spitze – und zwar sowohl was den Funktionsumfang angeht, als auch was den Bedienkomfort betrifft. Mit einigen Fingertipps hat man einen neuen Mailordner angelegt, eine Mail dahin verschoben und eine Erinnerung eingerichtet. Und all das sieht man eins zu eins in Outlook, wenn man wieder am PC sitzt. Voraussetzung allerdings BES 5.0 – siehe.
Auch die Möglichkeiten zum Dateizugriff sind am Storm 2 besonders komfortabel zu nutzen. Das Display mit einer Diagonale von 8,3 Zentimetern und 360 x 480 Bildpunkten ist gestochen scharf und lässt daher Mails oder andere Daten sehr gut lesen, selbst bei kleinen Schriften.
Der neue Touch
Den mechanischen Klickscreen des ersten Storm hat RIM komplett neu entwickelt. Der war die größte Schwachstelle, wackelte und reagierte ziemlich launisch. Der Touchscreen lagert nun auf vier piezoelektrischen Aktoren, die bei jeder Berührung des Displays ein täuschend echtes taktiles Feedback produzieren – um Längen realistischer als die üblichen Vibrationen. Diese Bauelemente verändern ihre Form bei Stromzufuhr und klopfen somit quasi von unten an das Display. Man merkt wirklich kaum, dass es sich nicht um echte Tasten handelt. Eine sensationelle Erfindung!
Eine gute Idee ist auch der neue Näherungssensor, der versehentliche Aktionen während des Telefonierens verhindert, indem er den Touchscreen deaktiviert, sobald man das Smartphone ans Ohr hält. Auch beim wohl wichtigsten Kriterium eines Smartphones, der Qwertz-Tastatur, punktet der Storm 2. Im Gegensatz zum ersten Storm ist nun auch die Texteingabe im Querformat möglich. Die Schaltflächen liegen mit rund 5,2 x 5,9 Millimetern nur um Haaresbreite über dem Durchschnitt für virtuelle Qwertz-Keyboards. Doch erstens fallen die Abstände zueinander vergleichsweise groß aus und zweitens erkennt die Software meist zutreffend, welchen Buchstaben man anvisiert. Dies liegt laut RIM daran, dass die linke Hälfte der Volltastatur für den linken Daumen, die rechte Seite für den rechten Daumen optimiert wurde. Selbst den Einfallswinkel des Druckfingers soll die Software erkennen. Schön gelöst ist auch die Lupenfunktion, mit deren Hilfe man den Cursor auch mit bloßem Finger exakt positionieren kann.
Fazit
Das Storm 2 ist ein voll businesstaugliches Gerät, das einem die Welt und die Unternehmensdaten öffnet. Mit anderen Worten: ein PC im Westentaschenformat. Noch eins: Telefonieren kann man auch, sogar per Klick auf die Präsenznformation in einer Mail oder einem Word-Dokument.
BlackBerry Storm 2 Modell 9520 bei T-Mobile: ab 199 Euro
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