(17.12.2010, 19:20) Was die neue Version kann, zeigt sie so richtig, wenn man Gegenden aufsucht, die schon 3D-Darstellung haben wie Wiens Innere Stadt und große Teile zwischen Donaukanal und Gürtel. Durch die Umstellung auf Vektorgrafik ist grundsätzlich alles inklusive Download schneller geworden und das Scrollen ist ein wahres Vergnügen.
Dass ein Kompass eingeblendet ist, schadet sicher nicht, wenn man sich orientieren will. Der Standortpfeil zeigt nun auch zuverlässiger als bisher die Richtung der Bewegung an. Mit zwei Fingern kann man die Karte in jede beliebige Richtung drehen, sodass man sie in die Richtung ausrichten kann, in die man geht oder fährt oder schaut.
Da die Datenmenge um den Faktor 100 kleiner ist, kann ziemlich viel an Daten gecacht werden. Das geschieht automatisch für die Gegenden, die man oft besucht. Navigation soll dadurch auch möglich sein, ohne eine aktive Verbindung zu haben. Die Route kann z.B. über Wlan vorgeladen werden.
Beim Bewegen der Karte hat man den optischen Eindruck, als würde die Karte über eine Kugel rollen. Und in der 3D-Darstellung sieht man die Gebäude von allen Seiten durch einfaches Drehen der Karte mit zwei Fingern. Die Kompassnadel dreht sich dabei immer mit, sodass man die geografische Orientierung weiß. Ein Klick auf die Kompassnadel richtet die Karte wieder exakt nach Norden aus. Das sieht man recht gut am Beispiel der Wiener Votivkirche:


Mit zwei Fingern parallel ziehen "kippt" die Karte, so dass man Gebäude mehr von der Seite sieht. Die 3D-Darstellung gibt es vorläufig nur ganz wenigen Orten – angeblich erst 100, erfreulich, dass ein Teil von Wien schon dazugehört. Städte wie London oder Paris gehören jedoch nicht dazu, Berlin schon, aber noch nicht in so einer ausgefeilten Weise wie in Wien. Hier noch eine Ansicht des Physikalischen Instituts im 9. Wiener Bezirk:


Durch die Vektordarstellung ist auch des Scrollen erheblich schneller geworden und vor allem das Nachladen neuer Kartenteile. Der Aufbau erfolgt nun fließend – eine ganz neu Usererfahrung.
Was im Moment nicht mehr verfügbar ist, ist Street View selbst in Städten wie London wo es bisher vorhanden war. Ich vermute, das wird aber demnächst noch nachgereicht.
Beim Satelliten-Modus wurde auch einiges verändert. Natürlich kann man die Karte drehen und bewegen wie die Karte. Auch hier hat man beim Scrollen den Eindruck als würde das Bild über eine Kugel gezogen, wenn die Karte "gekippt" ist, was auch hier durch nach unten Ziehen mit zwei Fingern passiert. Die Karte macht dadurch auch einen perspektivischen Eindruck.
Bisher war es so, dass ab einer bestimmten Vergrößerung das Minus im Kreis aufgetaucht ist und das unterschiedlich nach Gegend und Genauigkeit der Aufnahmen. Das ist nun nicht mehr der Fall, man kann bis zu einer maximalen Vergrößerung aufzoomen.
In Wien ist das dann noch immer recht scharf - siehe rechtes Bild - in anderen Gegenden wird es dann einfach unscharf. Hier zwei Screenshots von der Gegend um die Krottenbachstraße im 19. Wiener Bezirk. Auf dem rechten Bild sind ganz deutlich die Autos zu erkennen, was bisher nicht der Fall war. Die Darstellung wirkt auch plastischer:

Fazit: Die Version 5 von Maps ist ein echter Fortschritt gegenüber bisher und ermöglicht nicht nur leichtere Handhabung, sondern auch wesentlich bessere Orientierung.
Preis: kostenlos
Bewertung:
+ 3D-Darstellung (leider nur auf wenige Orte eingeschränkt derzeit)
+ total angenehmes Scrollen und schneller Download
+ verbesserte Sat-Darstellung
Bewertung:
Bedienung: *****
Funktionalität: *****
Design: ***** (von je fünf Punkten)
Systemvoraussetzungen:
derzeit nur Android
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