Gut unterrichteten Kreisen zufolge plant die Telekom Austria den Kauf eines Fünftels des Wiener Glasfasernetzes.
(Wien, 26.1.2009) In Wien sind derzeit etwa 2500 Kilometer Glasfasernetz verlegt. Das größte Netz mit 1400 Kilometern gehört der Wienstrom, etwa 500 Kilometer sind derzeit im Besitz einer CableRunner Austria GmbH. Dem Vernehmen nach will die Telekom Austria nun diese 500 km übernehmen. CableRunner besitzt auch eine Technologie, die es ermöglicht Glasfasern in Kanälen zu verlegen und damit praktisch jeden Wiener Haushalt ohne Grabungsarbeiten zu erreichen.
Die TA bietet derzeit mit aonBlizz in Wien Anschlüsse über das Glasfasernetz der Wienstrom mit 10 Mbit/sec im Up- und Download zum Preis von 29,90 Euro an. UPC hat heute die Ausweitung der Bandbreite über ihr chello-Angebot auf 100 Mbit/sec noch in diesem Jahr angekündigt. Die TA will da offenbar mit einem eigenen Hochleistungsnetz gegenhalten. Beobachter befürchten durch den Verkauf allerdings eine Verschlechterung der Konkurrenzposition alternativer Anbieter, da die TA im Gegensatz zur Stadt Wien den Alternativen kaum Glasfasern vermieten würden.
Eigentumsverhältnisse
Die CableRunner GmbH war alleiniges Eigentum der Stadt Wien. Vor kurzem wurden jedoch 76 Prozent an die erst am 31.7.2008 gegründete CRI Beteiligungs GmbH verkauft. Diese steht wieder im alleinigen Besitz einer B. Chwatal Gamma Beratungs- und Beteiligungs GmbH, die wiederum einer B. Chwatal Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gehört, an der im wesentlichen die Familien Chwatal und Steinbauer beteiligt sind.
Der Verkauf der Mehrheit an CableRunner an die mit dem Mindestkapital von 35.000 Euro ausgestattete CRI Beteiligungs GmbH war offensichtlich die Vorbereitung zum Verkauf des Glasnetzes an die TA.
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Reaktionen auf diesen Artikel
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left, 28.01.2009
Blasen ...
Dem Boris wird das alles egal sein, denn die Überzählungen hat er von Sundt geerbt und sind für neue Geschäftsfelder ungeeignet. Falls der Deal gelingt, kann er ja alle gemeinsam mit Häupl die Glasfasern durch die Brühe blasen.
Contra, 28.01.2009
Korrekt gelesen ...
Vorab ist nur vom Verkauf des Glasfasernetzes die Rede. Was Sanierer Chwatal mit der CRI macht bleibt offen.
Risc, 28.01.2009
Wird aber auch Zeit ...
... eine heimische Technologie zu nützen und den Cablerunnern aus Wien eine Chance zu geben. Das Glasfasernetz mit Hausanschlüssen auszubauen ohne den Boden aufzureissen
wär doch auch für andere Kommunen interessant.
An sich gut, wenn vorhandenes einigermassen gut ausgenützt wird, obs mehr wird, wird die Zukunft weisen.
Thomas , 27.01.2009
Investitionen ...
naja dieses Gerücht wundert mich sehr , da auf der einen Seite der große Rotstift angesetzt wurde und Mitarbeiter entlassen werden und zur anderen Seite dann aber doch das Kapital da ist um 1/5 des Wiener Glasphasernetzes zu kaufen .....
oder werden einfach nur die Mitarbeiter entlassen damit man für solche Investitionen Kapital hat ??
Georg Chytil, 27.01.2009
Das Gerücht hörte ich wohl auch ...
... alleine ich kann es nicht glauben: Die Anzahl der Faseranbieter in Wien kann man sich an zwei Fingern abzählen, und bei einem Verkauf an die TA ist nicht zu erwarten dass mehr als einer davon noch Fasern anbieten wird: Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Verschwinden des jungen Pflänzchens Glasfasermarkt von RTR oder Bundeswettbewerbsbehörde gutgeheissen werden. Der Stadt Wien würde das auch nicht recht sein (auch wenn die in diesem Fall glaube ich offiziell nichts mehr zu melden haben) ...
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