Streit um die Digitale Dividende

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Streit um die Digitale Dividende

 
 

Einer der heißesten Zankäpfel ist die Vergabe der durch die Digitalisierung freigewordenen Rundfunkfrequenzen, wie auch unsere derzeit laufende Umfrage zeigt.

(Wien, 18.11.2009) Beide Seiten führen starke Argumente ins Treffen. Die Rundfunkseite benötigt die Frequenzen für die terrestrische Ausstrahlung von Programmen in HD-Qualität und außerdem würden die Frequenzen bei Veranstaltungen genützt. Die Mobilfunker argumentieren mit dem hohen volkswirtschaftlichen Nutzen, die die Verwendung der Frequenzen für den Mobilfunk bringen. Die Versorgung mit echtem Breitband würde dadurch vor allem im ländlichen Raum ökonomischer und damit sehr erleichtert.

 

Die Kontroverse findet ihren Niederschlag in der starken Beteiligung und im hin und her wogenden Resultat unserer Umfrage: Anfangs lag der Mobilfunk ganz klar voran, dann wieder der Rundfunk. Eine Momentaufnahme von heute zeigt das Bild oben. Es zeichnet sich nun aber doch ein Trend zum Mobilfunk ab - endgültig ist dieser aber wohl noch nicht. 

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Reaktionen auf diesen Artikel



Gerd Alfons, 19.11.2009
Bitte das Thema Funkfrequenzen weiter sehen
Parallel zu Mobilfunk/Breitband und TV/Rundfunk gibt es die Veranstaltungsbranche (70% der Autobranche in Europa) und andere Branchen die Frequenzen nutzen. Jedoch gibt es derzeit zu wenig techn. funktionierende Lösungen und es noch nicht klar welche techn. nutzbare Gesamtmenge je entstehen wird. Andererseits werden gut nutzbare Frequenzbereiche für Zwecke genutzt die auch mit geringer geeigneten auskämen.
Das knappe Gut Frequenzen (wie Wasser) soll erst schrittweise verkauft werden, wenn wir wissen ob wir mit techn. funktionierenden Lösungen genügend davon haben.
Zusätzlich ist das über die Grenzen in Europa abzustimmen.
Wobei z. B. tourende Modeschauen, … möglichst überall gleiche Frequenzbereiche mit anpassbaren Geräten (leistbarrer, größere Märkte für Hersteller) verwenden können sollten.

Von der Veranstaltungsbranche (professionell und semiprofessionell = Vereine, ..) werden Funkfrequenzen für Sportveranstaltungen, Popkonzerte, politische Veranstaltungen, Begräbnisse, Vereinsveranstaltungen, die Produktion von TV-Sendungen wie „Wetten dass“, … (unabhängig von der Übertragung), von Videos, von Filmen, Modseschauen, ... für kabellose Funkmikrophone + weitere drahtlose Produktionstechnik veranstaltungsbezogen eingesetzt und sind schon in Entwicklung.
Zusätzlich gibt es viele Nutzungen für das tägl. Leben aller durch andere Branchen.
Die Nutzungen aller Funkfrequenzen ist gemeinsam zu sehen und schrittweise nach techn. Möglichkeiten auf- und umzuverteilen, nicht nur die beste die "digitale Dividende“ als ein Teil davon.
Wenn dann für Breitbanddienste noch genügend Freuqenzen da sind können sie auch in Ballungszentren (dort großteils mit Kabel möglich) unabhängig von den möglichen gesundheitlichen Gefährdungen, da 24 Stunden und sehr kräftig, umgesetzt werden.
Breitbanddienste als Lösung zur Versorgung von abgelegenen Gebieten wo Kabel wirtschaftlich nicht leistbar sind und über gerichtetes bereichbegrenztes Betreiben (nur geringe Störungen anderer zu erwarten) werden auch schon jetzt als dringend und damit positiv gesehen.
Bei verstärktem Breitbandeinsatz in dichter besiedelten Gebieten werden auch in den Gebäuden im Vergleich zu heute die Störungen von z. B. bei Veranstaltungen in Gebäuden und im Freien stärker werden. Bisher war das eher nur bei Veranstaltungen im Freien der Fall.
Die Veranstaltungsbranche nutzt die Möglichkeit, dass die Frequenzen auch durch Mauern funktionieren nur dort wo es mit Kabel techn. oder wirtschaftlich absolut nicht machbar ist.

Über Versteigerungen können durch und für die Republik Österreich + andere Staaten, also uns alle, Einnahmen zur Finanzierung volkswirtschaftlicher Aufgaben erzielt werden.
Wobei in 3 Bezahlungsebenen zu denken sein könnte: 1. Frequenzen als freies Gut – Gebühren, besser vollen Kostenersatz, für Steuerungsaufwand der öffentlichen Hand und keine Einahmen der öffentlichen Hand … . 2. gemäßigter Markt/ tw. freie Frequenzvergabe – Gebühren, besser vollen Kostenersatz für Steuerungsaufwand, und nur geringe Einahmen der öffentlichen Hand – soweit zumutbar - Peagenprinzip…. . 3. freier Markt / freie Vergabe der Frequenzen – wenn noch Frequenzen, damit öffentliche Hand Einahmen hat (frei für rein kommerzielle Nutzung wie Breitband und vieles andere….., wobei sich vermutlich Rechteersteigerungen nur zur Geldanlage oder um mehr Einfluß zu gewinnen schwer ganz vermeiden lassen können, sollte jedoch hintan gehalten oder der Rechtebesitz ohne Nutzung oder nicht richtigen Sinne zeitlich begrenzt werden.


 
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