Digitale Dividende, 800 MHz, Breitband

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Streit um Frequenzen

 
Credit: Telekom Presse
 

Das Forum Mobilkommunikation fordert die Veröffentlichung des Gutachtens zur volkswirtschaftlichen Nutzung der Digitalen Dividende. Ebenso wie die Brancheninitiative FMK, setzen unsere Leser ein Zeichen für den Mobilfunk.

(Wien, 23.4.2010) Im Rahmen unserer heute beendeten Umfrage sprach sich mit 85,48 Prozent die klare Mehrheit der Telekom Presse-Leser für die Vergabe der Digitalen Dividende an den Mobilfunk aus. Mit 9,68 Prozent ist das Fernsehen in der Wählergunst klar abgeschlagen und lediglich 4,84 sind für die diplomatische Aufteilung des freien Spektrums.

Auch das Gutachten zur volkswirtschaftlichen Nutzung der Digitalen Dividende, das gestern an die RTR übergeben wurde, wird laut Michael Krammer, Präsident des Forum Mobilkommunikation (FMK) und Orange-CEO, klare Worte in Richtung "Pro Mobilfunk" sprechen. Das FMK fordert von der RTR nun die rasche Veröffentlichung des Gutachtens.  

Volkswirtschaftlicher Nutzen
"Es ist nicht vorstellbar, dass die volkswirtschaftliche Analyse anders als pro Mobilfunk ausfällt", so Krammer. "Wir erwarten uns von dem Gutachten auch, dass die Halbwahrheiten und falschen Darstellungen, die in den vergangenen Tagen zur Digitalen Dividende aufgekommen sind, von den Experten richtiggestellt werden." Die Vergabe der freien 800er Frequenzen an die Telcos soll die Zukunft der mobilen Breitbandzugänge sichern, denn die bestehenden Mobilfunknetze werden laut den Mobilfunkern in den nächsten ein bis zwei Jahren an ihre physikalischen Grenzen stoßen.

Für Krammer ist eine Entscheidung in dieser Causa schon überfällig: "In Deutschland werden bereits die Frequenzen der Digitalen Dividende vergeben und in Österreich wird nicht einmal die RTR-Studie veröffentlicht. Wir laufen Gefahr, international den Anschluss zu verlieren." Derzeit liegt Österreich bei den mobilen Breitbandzugängen europaweit noch klar voraus. Hohe Investitionen in die mobile Infrastruktur und den Wirtschaftsstandort Österreich liegen derzeit aber laut den Mobilfunkern auf Eis und werden erst wieder durch die Einführung der vierten Mobilfunkgeneration angeregt. Ein Ausbau von flächendeckenden Netzen im 800 MHz Band würde voraussichtlich Investitionen zwischen 300 und 500 Millionen Euro auslösen.

"Die Veröffentlichung der Studie zur volkswirtschaftlichen Nutzung der Digitalen Dividende ist Voraussetzung für eine transparente politische Entscheidung, die dringend erforderlich ist", betont Krammer. "Die Frequenzen sind allgemeines Gut und gehören dem Volk, deshalb sind sie auch im besten Sinne des Volkes einzusetzen und der ist Breitband-Zukunft."    
        

 

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Reaktionen auf diesen Artikel



Kurt, 26.04.2010
Es ändert trotzdem nichts...
... daran, dass diese Frequenzen auch aus dem Veranstaltungs- und Kunstbereich benützt werden (müssen).
Und es gibt halt mehr Handynutzer als Veranstalter und Künstler... Eine Teilung der Frequenzen erlaubt sowohl dem Mobilfunk als auch den Veranstaltern eine vernünftige Nutzung - Stimmung nur in eine Richtung zu machen, liebe TK-Presse, zeigt nicht gerade von Fachkenntnis und Objektivität!
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