(20.4.2011, 16:50) Twitter CEO Dick Costolo berichtete beim Mobile World Congress in Barcelona, dass TV durch soziale Medien wieder Zuseher für seine Live-Sendungen gewinnt. Costolo bezog sich dabei aber auf Twittern über den Computer oder ein Smartphone.
Tatsächlich können soziale Medien eine neue Dimension für das Fernsehen eröffnen. Ich habe schon mehrfach Newsfeeds auf Twitter zu #ImZentrum (das war der dafür genutzte Hashtag) oder ähnlichen Sendungen verfolgt.
Gestern Abend lief auf TW1 eine Übertragung des Spiels zwischen Vienna und Kapfenberg im Samsung Cup. Dazu wurde eifrig auf Facebook kommentiert. Und danach natürlich zum Runden Tisch. Dank des Samsung D8000 Smart TV konnte ich diese Kommentare direkt am TV-Bildschirm verfolgen.
Das neue Smart TV Gerät von Samsung hat nämlich eine App namens Social TV. Damit kann man parallel eine Sendung beobachten und rechts läuft ein Newsfeed. Mit Facebook sieht das etwa so aus:

Links läuft hier auf Eurosport die Übertragung eines Radrennens und rechts der Newsfeed von Facebook. Man kann direkt auf jede Meldung gehen und „Gefällt mir“ klicken oder einen Kommentar posten. Man kann auch direkt in die Facebook App wechseln, was dann etwa so aussieht:

Gleiches geht mit Twitter:

Auch hier kann man direkt Tweets absetzen, Retweeten oder in die Twitter App wechseln:

Beiden Apps könnte eine Überarbeitung nicht schaden, denn die Schriften sind wohl auch auf einem kleineren Schirm als 46 Zoll zu groß. Was mir bei Twitter überhaupt fehlt, ist die Suche. Gerade wenn man an Tweets zu einem bestimmten Thema interessiert ist, muss man nach Hashtags (z.B. #RunderTisch) suchen können um nur das zu sehen.
Bedienung
Noch ein Wort zur Bedienung generell. Mit der Fernsteuerung kommt man im allgemeinen ganz gut zurecht. Mühsam wird es nur, wenn man etwas schreiben will. Es ist zwar eine Touch Control beigepackt, die wie ein Touch-Smartphone aussieht, deren Bedienung aber völlig unmöglich ist. Sehr gut ist die App für das Galaxy Tab, das sich über WiFi verbindet. Warum das Touch Control mit einem User Interface aus dem vorigen Jahrhundert versehen ist, ist völlig unverständlich.
Bei den Apps verhält es sich übrigens so wie bei Smartphones – es gibt offenbar von Zeit zu Zeit Updates dafür, also ist zu hoffen, dass bei Twitter die fehlende Suche noch auftaucht.
( )© Telekom-Presse
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