(31.1.2012, 08:47) Die Sperre des Filehosters Megaupload führte dazu, dass mehr als 50 Millionen Kunden keinen Zugriff mehr auf ihre Daten haben. Gestern sah es noch so aus, als wären diese Daten für immer verloren. Es wurden auch bereits international Klagen gegen das FBI eingereicht um diese Daten freizubekommen.
Das FBI hatte zwei Firmen mit dem Abziehen von für den Prozess wichtigen Daten, sowie der Löschung der restlichen beauftragt, nömlich Cogent und Carpathia. Nun scheint es den juristischen Vertretern von Megaupload gelungen sein, die beiden Firmen davon zu überzeugen, die Daten nicht zu löschen, wie der Rechtsanwalt von Megaupload per Tweet bekannt gab:

Rothken hat auch gegen die Löschung der Daten argumentiert, da man sie als Beweismittel für den Prozess benötigen würde. Carpathia hatte vorher erklärt, dass sie keine Möglichkeit hätten die Daten an die rechtmäßigen Eigentümer zu retournieren.
Die Sperre von Megaupload hatte eine Flut von Aktivitäten der Hackergruppe Anonymous ausgelöst, wie etwa die Lahmlegung von Webseiten des US-Justizministeriums und des FBI. Unter Führung von internationalen Piratenparteien kam es auch zu den erwähnten Klagen. Offenbar unter Eindruck der Klagen, scheint man sich nun doch zu entschließen, Wege zu suchen, die Daten den rechtmäßigen Eigentümern wieder zugänglich zu machen.