(20.2.2011, 18:40) Egal ob im Iran, Tunesien oder Ägypten, soziale Netze haben bei den Revolten eine immer größere Rolle zu spielen begonnen. Auch bei uns gibt es schon einige Beispiele, wie sich politisches Engagement auf Facebook oder Twitter äußert: Die Facebook Gruppe „Arigona muss bleiben“ oder die Welle der #grassermovies auf Twitter stehen dafür.
Offenbar bleiben diese Äußerungen bei uns aber noch weit hinter dem zurück, was in anderen Ländern passiert. Bei Facebook und Twitter
sind politische Äußerungen bisher auch eher ein Nebenprodukt. Nach einem Bericht auf TechCrunch arbeitet aber gerade das Start Up Votizen an einer sozialen Politikplattform. Das Unternehmen hat im September 2010 ein Investment von 1,5 Millionen Dollar erhalten und sowohl das Team als auch die Investoren gehören zu den Top Leuten im Silicon Valley.
Co-Gründer Jason Putorti schreibt auf Quora über die Vision von Votizen: „Unsere Vision ist es, ein Produkt zu schaffen, dass die zivile Beteiligung und die Machtverhältnisse in unserer Demokratie fundamental verändern wird. Acht Milliarden Dollar werden für politische Einflussnahme ausgegeben, sehr viel davon im TV. Das ist sehr ineffizient und der Markt wird sich in den nächsten 10 Jahren definitiv ändern. Wir wissen wohin es geht. Die gute Nachricht ist, dass es besser werden wird, da unser Tool den Bürgern erlauben wird, ihre Stimme abzugeben, von den gewählten Politikern bemerkt und gehört zu werden, und das ohne Schreien oder Aufruhr.“
Das Tool wird offenbar zunächst nur für den US-Markt entwickelt – eine gute Chance für Entrpreneurs in anderen Ländern ebenfalls mit ähnlichen Lösungen auf den Markt zu kommen. Angesichts sinkender Wahlbeteiligungen könnten solche Tools eine gute Möglichkeit sein, dass die Politik wieder zu den Menschen zurückkehrt.