(08. 02. 2012; 14:30) Path ist ein Netzwerk, das es einem erlaubt, Fotos und Gedanken mit seinen engsten Freunden, beziehungsweise Familienmitgliedern zu teilen. Neben der Homepage gibt es mittlerweile auch schon Applikationen für die verschiedenen Betriebssystemen.
Das Start-Up Unternehmen warb längste Zeit mit den Worten: Ein Ort, wo du sein kannst, wie du bist. Path will als Alternative zu Facebook, Twitter und Co gesehen werden, bei der man sich nicht länger Gedanken um Privatsphäre-Einstellungen machen muss. Durch die Legitimation auf 150 Personen in der Freundesliste soll vermieden werden, überlegen zu müssen, welche Inhalte man teilen kann und welche nicht.
Die Tatsache, dass Path sich die Adressbücher und sämtliche Kontaktinformationen der Nutzer beschafft, bedeutet einen immensen Gesichtsverlust für das Unternehmen. Der Entwickler Arun Thampi entdeckte diesen Missstand zufällig, als er dabei war zu testen, welche Datenverbindungen die Path-App aufbaut. Bei genauerer Betrachtung der Prozesse fiel ihm der Zugriff auf sein Adressbuch auf. In der Zwischenzeit wurden ohne Zustimmung des Nutzers sämtliche Kontakte auf die Server von Path geladen.
Dave Morin, CEO bei Path, reagierte prompt auf die Erkenntnisse des Entwicklers Arun Thampi. Path verwende diese Daten lediglich dazu um passende Freundschaftsvorschläge machen zu können. Kein weiterer Zweck besteht darin für die Betreiber von Path, so Dave Morin. Bereits seit einigen Wochen soll für die Android-Apps ein Update für opt-in zur Verfügung stehen. Diese Funktion soll auch in Kürze für iOS-Nutzer zur Verfügung stehen.
Nach Berechnungen von TechCrunch hat das Unternehmen mit zwei Millionen Usern bereits 100 Millionen Daten von unwissenden zusammen getragen. Bis jetzt gibt es keine Stellungnahme dazu, ob diese Daten in nächster Zeit gelöscht werden.