Österreichs Eltern haben Nachholbedarf in Sachen Interneterziehung

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Österreichs Eltern haben Nachholbedarf in Sachen Interneterziehung

 
(c) saferinternet.at
 

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Eltern es verabsäumen ihren Kindern einen verantwortungsvollen und sicheren Weg zur Nutzung des Internets beibringen. Die Initiative Saferinternet.at veröffentlichte zudem auch einen Ratgeber und hilfreiche Tipps für Eltern.

 

(03. 02. 2012; 15:30) Die Tatsache, dass Kinder immer früher Zugang zum Internet erhalten, lässt sich nicht bestreiten. Auch die Notwendigkeit ist in gewissen Punkten, besonders im schulischen und sozial interaktiven Bereich gegeben. Jedoch werden sie auf ihrer Erkundungstour durch die Cyberwelt sehr oft allein gelassen.

Die Initiative Saferinternet.at gab beim market Institut die Studie in Auftrag. Über 420 Eltern aus ganz Österreich mit Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren wurden zu den Themen Erfahrungen, Sorgen und Wünsche in Bezug auf Interneterziehung befragt.

Nach Angaben der Eltern nutzen bereits über 86 Prozent der befragten Kinder das Internet. Zudem hat bereits jedes dritte Kind zwischen 11 und 16 Jahren ein Smartphone und wer keines hat, besitzt zumindest ein Handy.

Die meisten Eltern äußern ihre Sorgen hauptsächlich in Bezug auf die Frequenz und die Dauer der Internetnutzung. Hinzu kommt, dass sie nicht nur besorgt darüber sind, dass der Filius zu lange im Netz surft, sondern auch die damit eventuell verbundenen hohen Mobilfunkrechnungen. Nicht so hoch ist die allgemeine Sorge der Eltern, dass sich ihre Kinder unangemessene Online-Inhalte ansehen, sowie das übermäßige Preisgeben von persönlichen Informationen und Daten im Netz, sowie sozialen Netzwerken.

 

Die Studie zeigt vor allem, dass Theorie und Praxis in puncto Interneterziehung weit auseinander klaffen. Die Eltern haben extrem hohe Ansprüche an sich selbst und Vorstellungen über die Herangehensweise bei Interneterziehung, werden diesen aber in keinster Weise gerecht werden. So gaben über 88 Prozent an, dass sie darüber Bescheid wissen sollten, was ihr Kind im Netz so treibt. Doch nur knapp die Hälfte kann auch wirklich behaupten, dass dies in der Realität auch zutrifft.

Bernhard Jungwirth, Projektleiter Saferinternet.at, erklärt: "Diese Zahlen zeigen, dass eigene Ansprüche der Eltern und Realität stark voneinander abweichen. Viele Probleme, die Eltern rund um die Internet- und Handynutzung ihrer Kinder haben, können leicht gelöst werden, wenn sie sich für die Aktivitäten ihres Kindes im Internet mehr interessieren und regelmäßig mit ihnen über positive und negative Erfahrungen sprechen."

 

Als wichtigsten Tipp gibt Bernhard Jungwirth den Eltern mit, Regeln rund um die Internetnutzung mit den Kindern zu vereinbaren und vor allem auch zu erklären, wozu diese Regeln gut sind.

 

 

 

 

 

 

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