Nokia, zweites Quartal, Smartphones, IDC

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Nokia strauchelt vor Konkurrenz

 
Credit: Nokia
 

Die Bilanz für das zweite Quartal 2010 zeigt ein weiteres Mal die Schwäche des finnischen Handyherstellers im Segment der Smartphones. Apple, Google und Co geben mittlerweile den Ton an.

(Helsinki, 22.07.2010) Im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres muss Nokia einen Gewinneinbruch von 31 Prozent auf 295 Millionen Euro im Jahresvergleich verkraften. Vor allem die harte Konkurrenz am Smartphone-Markt macht Nokia zu schaffen, denn bisher fehlen dem Handy-Konzern gute Modelle und erfolgreiche Plattformen, wie sie die Konkurrenz bereits bietet.

 

Harter Markt

Beim Umsatz legt Nokia leicht auf zehn Milliarden Euro zu. Den Großteil des Umsatzes lukriert der Konzern jedoch bei kleinen Standardhandys und vor allem in Entwicklungsländern. Bei der nächsten Handygeneration – den Smartphones – ist der Konzern aber längst hinter der Konkurrenz zurückgefallen. Apple gab vergleichsweise gerade erst bekannt, einen Gewinn von 3,25 Milliarden Dollar erwirtschaftet zu haben (siehe Beitrag vom 21.07.2010). Nokias Aktienkurs fiel hingegen auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren. Laut Berichten des Wall Street Journal soll Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo aufgrund der Misere bald abgelöst werden, bisher gibt es allerdings keine offizielle Stellungnahme dazu.   

 

Nachzügler in Europa

Laut Nokia wurden im zweiten Quartal 24 Millionen Smartphones verkauft, was immerhin ein Plus von 42 Prozent im Jahresvergleich ausmacht. Trotz dieses Wachstums sind die Ergebnisse aus europäischer Sicht laut dem Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) nicht ermutigend. Zwar konnten die Umsätze in Europa um zwölf Prozent gesteigert werden, jedoch war das Wachstum deutlich geringer als bei Apple, Samsung, LG, RIM oder HTC. Laut IDC ist der Konzern nicht mehr in der Lage mit dem schnell wachsenden Smartphone-Markt mitzuhalten und die Verzögerung von Symbian 3 wird das Wachstum weiter verlangsamen. In Westeuropa, wo Nokia traditionell stark vertreten war, konnte Samsung bereits in einigen Ländern die Marktführerschaft übernehmen. Wie schon das erste Quartal, zeigt auch das zweite Vierteljahr laut den IDC-Analysten einmal mehr, dass Nokia weiterhin zum "Second Player" degradiert ist.

 

Auch für die kommenden zwei Quartale sieht IDC eher schwarz für den finnischen Handyhersteller. Die zunehmende Konkurrenz durch das iPhone 4 und Android sowie die Verzögerungen bei der Symbian-Plattform und Meego werden die Marktposition von Nokia weiterhin verschlechtern. Dennoch wird Nokia von den Experten zugestanden, das Ruder im nächsten Jahr noch herumreißen zu können, sofern geeignete Modelle auf den Markt kommen, die eine dementsprechend hohe User Experience bieten.       

 

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