(26.01.2012; 16:00) Netflix, der Video-on-Demand-Service, hat heute bekannt gegeben, dass das Unternehmen doch nicht in den Bereich des Videospiel-Verleihs vordringen wird. Dies erklärte der CEO Reed Hastings gegenüber den Investoren. Diese Pläne wurden erstmals mit der Gründung von Qwikster im September 2012 veröffentlicht.
Qwikster war die Geschäftsidee einen eigenen DVD-By-Mail Service unabhängig von Netflix zu starten. In dieses Experiment war auch der Verleih von Videospielen inkludiert. Diese Unternehmensankündigung bedeutet das Ende des Projektes. Besonders da die Abspaltung vom Hauptservice Netflix laut the Verge mit einem massiven öffentlichen Aufschrei zu kämpfen hatte.
Der DVD-Service wurde kurz nach seiner Etablierung schnell wieder geschlossen, doch die Idee mit einem Videospiel-Verleih war damals immer noch auf dem Tisch. Diese Tatsache hat sich jetzt geändert. Das Online-Medium Gaming Target ist der Meinung, dass im Dienstleistungsbereich für Videospiele viele Möglichkeiten bestehen, doch das man diese bereits früher erkennen hätte müssen. Ein verspäteter Einstieg von Netflix auf diesem Markt könne enorme Kosten nach sich ziehen.
Netflix gibt zwar die Idee eines Videospiele-Verleihs auf, hat dafür laut Gigacom aber eine andere Idee im Hinterkopf. Laut Hastings würden gute Möglichkeiten für das Streamen von 3D-Filmen bestehen. Den ersten Schritt in den 3D-Bereich hat das Unternehmen mit dem Verleihen von 3D-Blu-Rays gesetzt. Netflix ist sich bewusst, dass die Nutzung von DVDs sowie Blu-Rays zurückgeht und Streaming immer wichtiger wird. Daher wird in den Streaming-Sektor vermehrt investiert.