(Wien, 9.4.2008) Bei neuen Fahrzeugen gehören sie vielerorts schon zur Grundausstattung. Bei älteren Modellen muss man selbst ein bisschen nachhelfen und vom Elektrohändler eins besorgen: Die Rede ist von Navigationsgeräten, die offenbar den Siegeszug in PKWs angetreten haben. Und tatsächlich: Die Navigationsgeräte haben sich gemausert und liefern im Gegensatz zu vielen Erstgeräten zuverlässige Informationen. Das bezeugt auch das Navigon 7110, das wir einem Test unterzogen haben.
Schönes Design
Das Navigationsgerät beeindruckt schon mit seinem Äußeren. Gehüllt in einem schwarz-glänzenden Rahmen schaut es auf jedem Amaturenbrett schick aus. Auf der Rückseite, gut versteckt, ist ein Stift angebracht, mit dem das 4,3 Zoll große LCD-Touchscreen bedient werden kann. Die Menüführung ist sehr einfach und übersichtlich aufbereitet, sodass gleich nach dem Start losgelegt werden kann. Das mühsame Lesen der dicken Bedienungsanleitung kann man sich zumindest bei den Grundfunktionen ersparen.
Gut gemacht
Überzeugen konnte das Navigationsgerät auch mit seiner sehr guten grafischen Darstellung. Der Nutzer kann zwischen einer 2D- und 3D-Ansicht sowie Tag- und Nachtmodus wählen. Um immer gut informiert zu sein, spricht zusätzlich noch eine Frauenstimme die Route vor. Zwischen verschiedenen Stimmen zu wählen, ist leider nicht möglich.
"Lechts" und "Rinks"
Vertrauen darf man der Ansage fast immer. Innerhalb weniger Sekunden berechnet das Navigationssystem die eingegebene Route. Der Nutzer kann zuvor wählen, ob etwa eine Autobahn oder Mautstraße miteinberechnet oder Staumeldungen berücksichtigt werden sollen. Und dann kann es schon losgehen. Angesagt werden neben Kurven, Kreisverkehr, auch Tempoüberschreitungen und Gefahrenzonen, allerdings immer sehr frühzeitig, sodass man ohne Probleme ausweichen odereinen anderen Weg einschlagen kann. Das Navigationsgerät führt mit einer geringen Fehlerquote zum Ziel. Verwirrend ist, dass der Weg auf dem Display immer richtig angezeigt wird, die Stimme aber manchmal rechts und links verwechselt. Ein zusätzlicher Blick auf dem Bildschirm zahlt sich also aus.
Zusätzlich
Natürlich wartet das Navigon 7110 auch mit Zusatz-Features wie Passwortschutz, der Nach-Hause-Funktion, sodass nicht ständig die Heimadresse eingegeben werden muss, und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung auf. Dazu muss einfach das Handy mit dem Navigationsgerät gekoppelt werden.
Fazit
Das Navigon 7110 ist ein sehr nützlicher Wegbegleiter: Punkten konnte das System mit korrekten Routenangaben und der guten grafischen Darstellung. Einzig die etwas langsame Reaktionszeit des Touchscreens (man muss mit dem Stift schon festen Druck ausüben) und der Preis könnte so manchen potentiellen Käufer abschrecken. Multimedia-Fans werden Extras wie Musikplayer und Fotowiedergabe vermissen.
Preis: 329 Euro
+ grafische Darstellung
+ Design
- Preis
Bewertung:
Funktionsumfang: ****
Bedienung: *****
Design: ***** (von je fünf Punkten)
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Technische Details:
CPU: Samsung 400 MHz
Display: 4,3" LCD touch screen, 65,000 Farben, 480 x 272 Pixel
Speicher: 256 MB Flash-ROM/64 MB
GPS: Integrierter SiRFstarIII
TMC: Integriert
Freisprecheinrichtung: Integriert
Schnittstellen: USB 1.1, SD-/MMC-Karte
Stromversorgung: 1.200 mAh Lithium Ionen Akku
Abmessungen (H/B/L): 131 x 92 x 23 mm, Gewicht: 195g
Funktionen: Reality View - realistische Darstellung von Autobahnkreuzen, Intuitive Benutzeroberfläche, Fahrspurassistent, Geschwindigkeitsassistent, Nach-Hause-Funktion, 2D/3D-Ansicht, Routenplanung mit diversen Zwischenzielen, Radar-Info, Spracheingabe, Tür-zu-Tür-Navigation, TMC Funktion (inkl. Pay TMC für Frankreich & UK) zur dynamischen Stauumfahrung, Fahrtenbuch, Länder-Info, Passwortschutz, Automatische Lautstärkeregelung, Bluetooth-Freisprecheinrichtung
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