(16.1.2011, 12:30) BarBird ist eine wirklich clevere Geschäftsidee. Man erhält aktuelle Tipps über Restaurants und Bars in einer Stadt, und zwar aus dem Newsfeed von Twitter und daher sehr zeitnahe. Tupalo, Foursquare oder Google Maps liefern zwar
ebenfalls Lokale in der Nähe und es finden sich auch meist kurze Beschreibungen und Kommentare von Usern dabei. Diese haben aber den Nachteil meist völlig unaktuell zu sein.
Genau da setzt BarBird an. Es durchsucht Twitter nach aktuellen Tweets über Bars und zeigt diese dann auf Maps an. Somit kann man sehen, wo es gerade eine Happy Hour gibt, eine Fete oder ein spezielles Menü. Vorausgesetzt natürlich, der Wirt oder Barkeeper oder auch ein Gast produzieren einen Tweet dazu.
Derzeit gibt es BarBird nur im Apple AppStore. Es enthält 10.000 Lokale in 44 US-Städten sowie London, Brisbane und Melbourne.
Datenbank Kreation aus Twitter und Maps
Was ich besonders interessant finde, ist wie die App Hersteller zu ihren 10.000 Lokalen gekommen sind. Sie haben Twitter auf verwandte Begriffe durchsucht, die die Worte Bar, Restaurant, Pub oder ähnliches enthalten und haben so Twitter Konten gefunden, die zu Lokalen gehören könnten. Die Konten wurden dann mit Google Maps abgeglichen und wenn eine Adresse gefunden wurde, dann wurde das Lokal in die Datenbank aufgenommen.
Das ist eine höchst elegante Lösung für eines der Probleme, vor der jeder Entrepreneur, Start up oder eine App am Anfang steht, nämlich einen Datensatz zu erzeugen, der groß genug ist um User anzuziehen. Mit einer semantischen Suche in Twitter ist das offenbar nicht so schwierig. Und Twitter liefert dann noch dazu kostenlos, zeitnah und aktuell Updates was in der jeweiligen Location los ist.
Und für die Wirte und Barkeeper ist das natürlich ein exzellentes Mittel um Kundschaft anzuziehen. Hier zeigt sich wieder einmal der Wert von Twitter, der in Österreich leider noch immer nicht richtig erkannt wird.
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Quelle: ReadWriteWeb
