(06.02.2012, 12:00) Der Vorstandschef des Speicherchipsherstellers Micron Technology ist bei einem Flugzeugunglück am 3. Februar 2012 in Idaho ums Leben gekommen. Der begeisterte Pilot und CEO wurde 51 Jahre alt.
Appleton verbrachte seine gesamte Berufskarriere bei Micron Technology Inc. und dazu beitragen, Micron zu einem führenden Anbieter von speziellen Halbleiterprodukten und moderen Speichertechnoligien aufsteigen zu lassen. Micron bietet neben Speicherlösungen auch mobile Produkte und Netzwerzubehör an. 1994 wurde Appleton zum Konzernchef ernannt und war damit einer der dienstältesten Führungskräfte der IT-Branche.
Appleton hat Medienberichten zufolge versucht, eine Lancair IV-PT kurz nach dem Start notzulanden. Bereits 2004 wurde der Flugbegeisterte bei einem Flugzeugunglück mit einer Extra 300 schwer verletzt, galt aber als routinierter Pilot, der Jets und Propellermaschienen fliegen konnte. Über seine sportliche Leidenschaft sagte Appleton in einem Interview: "Die Dinge, die ich außerhalb der Arbeit mache, sind der Grund, warum ich erfolgreich bin in dieser Branche“.
Die Position Appletons wird temporär Marc Durcan einnehmen, der eigentlich den Antritt des Ruhestandes mit August diesen Jahres geplant hatte. Es soll aber bald langfristig ein Nachfolger für Appleton gefunden werden. Appleton war neben seiner Position als CEO auch Aufsichtsratchef. Dieser Posten wird von Robert Switz übernommen.
Appleton trieb vor allem die Expansion in den Speichemarkt voran und setzte sich zudem für eine Modernisierung von Fabrikationsmethoden ein. Im vorigen Jahr erhielt er den Robert N. Noyce Award, eine der höchsten Auszeichnungen in der Branche.