(27. 01. 2012; 13:00) Vergangenen Freitag wurde der Filehoster MegaUpload vom Netz genommen und Kim Schmitz, Gründer der Seite, festgenommen. Vermögenswerte von über 175 Millionen US-Dollar wurden sichergestellt und Luxus-Gegenstände beschlagnahmt.
Diese Aktion löste eine nie dagewesene Protestwelle aus. Anonymous und 6.000 weitere Aktivisten beteiligten sich darauf hin, die Internetseiten des US-Justizministeriums, Musikkonzernen lahm zu legen.
Auch hier zeigte sich die Piratenpartei als erste kritisch zu den Vorkommnissen rund um die Verhaftung von Kim Schmitz und drei deutschen Staatsbürgern. Diese von acht Ländern unterstützte Aktion zeigt vor allem, dass es kein SOPA und PIPA braucht, wenn die US-Justizbehörden gegen angebliche Verletzungen des amerikanischen Copyrights vorgehen.
Natürlich wurde die Seite hauptsächlich für Filesharing von Film- und Musikdateien genutzt, aber es wurde auch vielerorts legal genutzt. So sollen Software Entwickler dort ihre Codes verwaltet haben. Es wurde auch dazu genutzt, größere Mengen an Daten für Projektarbeiten an Kollegen über MegaUpload zu versenden.
Seit der Total-Schließung der Seite fragen sich nun diese Nutzer, was mit ihren Daten passieren würde. Man kann davon ausgehen, dass diese seit der Aktion des FBI als verloren anzusehen sind.
Deswegen haben sich die Piraten Parteien weltweit zusammen getan um eine Sammelklage gegen das FBI einzureichen. Die katalanische Partei äußert sich in einer Stellungnahme folgendermaßen dazu: "Ganz abgesehen von Ideologien oder Ansichten über die Legalität oder die Moral der Betreiber von Megaupload fügen Aktionen wie die komplette Schließung dieses Service den gesetzestreuen Benutzern solcher Seiten einen großen Schaden zu. Das stellt einen nicht akzeptablen und unangemessenen Eingriff in deren Rechte dar."
Auf einer eigens dafür eingerichteten Homepage, fordert die Partei auf, sich gegen diesen Missstand zu wehren. Auch Betroffene sollen sich über diese Seite wegen einer Sammelklage melden.
Von den britischen, schwedischen und französischen Landesorganisationen wurde bereits bestätigt, dass sie sich an dem Protest beteiligen und außerdem wird überprüft, ob in diesen Ländern ebenso Gesetzesüberschreitungen betrieben wurden.