(01. 02. 2012; 10:30) Seit der großangelegten Razzia des FBI am 20. Jänner gegen die Filehosting-Plattform MegaUpload und deren Betreiber, fürchten viele Nutzer um ihre auf der Seite abgespeicherten Dateien.
Die Seite wurde nicht nur zum Tausch durch Copyright geschützter Inhalte genutzt, sondern auch vielerorts als Backup, beziehungsweise als Speicher für private Daten, wie Fotos oder auch persönliche Dokumente genutzt. Nach Angaben von MegaUpload sollen über 50 Millionen Kunden betroffen sein, die auf den Servern eigene Dateien gespeichert haben.
Im Zuge der Untersuchungen wurde die Seite komplett gesperrt, weswegen auch keinem User ein Zugriff auf seine eigenen Daten mehr möglich ist. Dazu kommt, dass nach Abschluss der Ermittlungen das FBI vor hat sämtliche Inhalte unwiederbringlich zu löschen.
Kurz nach Sperre der Seite war MegaUpload bemüht den Schaden für die legalen Nutzer so gering wie möglich zu halten und engagierte Drittunternehmen damit, die Daten abzuziehen und zu sichern. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wurden aber auch sämtliche Konten eingefroren, weswegen man die Unternehmen nicht mehr bezahlen konnte und damit diese Unternehmungen auch wieder einstellen musste.
Die Electronic Frontier Foundation, eine nichtstaatliche Organisation die sich für die Bürgerrechte im Netz einsetzt, hat sich mit dem Carpathia Hostingdienst zusammen getan und MegaRetrieval.com online gestellt, um geschädigten Nutzern eine Plattform zu bieten, ihr Anliegen darzustellen. Die Zusammenarbeit zwischen EFF, Carpathia und Cogent Communications, soll vor allem dazu dienen, die Herausgabe der legal auf Megaupload gespeicherten Daten zu erreichen.
Der in Virginia beheimatete Server-Anbieter Carpathia stellt ihn einer Presseaussendung jedoch deutlich klar, dass sie auf die, auf den über 600 Servern abgespeicherten Dateien keinen Zugriff haben, sondern lediglich einen Aufschub der Löschung erreichen konnten.
Das bedeutet, dass in nächster Zeit nicht damit gerechnet werden muss, dass die Dateien endgültig verloren sind. Sollte sich an dieser Situation jedoch etwas ändern, wird man Nutzer rechtzeitig, als bis zu sieben Tage im Voraus auf www.carpathia.com sowie auf der eigens eingerichteten www.MegaRetrieval.com Seite darüber informieren.