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Marketing – wem User vertrauen

 
 

Auch im Internet und in Social Media gilt die alte Regel: Am meisten vertraut man Bekannten und Mundpropaganda unter Freunden ist die wirkungsvollste Marketingmasche. Das beweisen neuerlich US-Untersuchungen.

(Wien, 23.8.2010) Würden Sie einen Zahnarzt via Google oder Herold suchen? Ja, allenfalls am Sonntag um 3:30 Uhr in der Nacht, wenn der Schmerz unerträglich geworden ist. Sonst startet aber jeder vernünftige Mensch eine Umfrage unter seinen Bekannten und erkundigt sich nach Erfahrungen. Im Grunde genommen ist damit über das Internet auch schon alles gesagt.

 

Aufwändige Untersuchungen von Marktforschern über Vertrauen im Internet bestätigen dieses. Besonders interessant ist eine Untersuchung von eMarketer und die Schlüsse, die man daraus ziehen kann.

 

Menschen vertrauen Bekannten

Grundsätzlich stellte sich bei verschiedenen Untersuchungen einhellig heraus, dass das Vertrauen in eine Empfehlung umso größer ist, je besser man eine Person kennt. Wohlgemerkt, wir sprechen über Empfehlungen via Internet und Social Media!

 

Hier ist gelistet wie viele Prozent positive Meinungen je nach Art des Postings angegeben wurden (siehe Tabelle unten):

-      Postings durch Freunde in Blogs: positiv 64%

-      Postings durch Freunde in Facebook: positiv 64%

-      Postings durch Freunde in Twitter: positiv 45%

-      Blog Posts von Marken: positiv 36%

-      Post von Marken, denen man auf Facebook folgt: 41%

-      Community Mitglieder, die man nicht persönlich kennt: positiv 37%

-      Markenprodukte in einer Community: positiv 32%

-      Twitter Postings von Marken: positiv 26%

-      Unbekannter Blogger: positiv 25%

-      Unbekannte Twitterer: positiv 21%

 

Daraus ergibt sich:

-      Das Vertrauen in Menschen, die man kennt, ist am höchsten, interessanterweise reduziert bei Twitter. (Hängt möglicherweise mit der extremen Kurzform zusammen.) Lässt man Twitter beiseite, ergibt sich immerhin ein Vertrauensgrad von fast zwei Drittel.

-      Marken (oder Unternehmen), die ihren eigenen Content produzieren bringen es aber nur auf die Hälfte, nämlich auf ein Drittel.

-      Am schlechtesten schneiden die Unbekannten (Independent) ab, die es nur auf einen Vertrauensgrad von einem Viertel bringen.

 

Übrigens: Unternehmensberater gehen besonders gerne mit Referenzgeschichten zu ihren Kunden. Und übersetzt auf die Zahnärzte: Zwei Ärzten oder drei Fremden vertraue ich genauso viel wie einer FreundIn.

 

Schlussfolgerungen für’s Marketing

Daraus ergeben sich – im Grunde genommen wenig überraschende, wenn man an das Beispiel von der Zahnarztwahl denkt – folgende Schlussfolgerungen für das Marketing:

-      Marken oder Unternehmen sollten sich auf Social Marketing konzentrieren und den „Social Graph“ nutzen, den etwa Facebook mit seiner „Gefällt mir“ Funktion bietet. Das heißt, man sollte darauf setzen, dass Freunde Empfehlungen und Informationen ihren Freunden mitteilen und sie weiter verbreiten. Das ist auch besonders kostensparend, wenn man die Kunden dazu bringt für einen zu arbeiten.

-      Natürlich ersetzt dies nicht den eigenen Content für Unternehmen. Gerade in Social Media kommt es darauf an Fakten anzubieten, statt Behauptungen wie „Mein Produkt ist das beste“ zu produzieren oder simpel die Konkurrenz schlecht zu reden. Wer sich die Facebook Auftritte einiger österreichischer Politiker ansieht, kann dabei aus negativen Beispielen gut lernen.

-      Mundpropaganda unter Fremden ist am wenigsten wirkungsvoll, also sollte das Marketing nicht auf Quantität abheben, sondern mehr die Qualität von Freundesnetzwerken im Auge haben.

 

Das Chart von eMarketing:

 

 

( )

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