(09.02.2012, 16.30) Portale, die legale Filmdownloads anbieten, erfeuen sich immer größerer Beliebtheit. Dies gab der Bundesverband Audiovisueller Medien (BVV) am Mittwoch bekannt. Der Absatz von Filmen bei iTunes, Maxdome und Videoload sowie anderen Anbietern konnte von 2,9 Millionen Einheiten um 43 Prozent auf 4, 2 Millioenen Einheiten ansteigen.
Auch in der Kasse der Anbieter klingelt es, da der Umsatz ebenfalls um 45 Prozent angestiegen ist und nun 32 Millionen Euro beträgt. Die Daten für diese Ergebnisse stammen vom Markftforschungsinstitut GfK in Deutschland. Im Verleih on Demand wurden 32 Millionen Euro erwirtschaftet, wobei die Anzahl der geliehenen Filme um 55 Prozent auf 9,4 Millionen Stück anstieg.
"Die zunehmende Dynamik dieses digitalen Marktes ist deutlich zu spüren", ließ der BVV-Chef Dirk Lisowsky verkünden. Der Umsatz durch den Verkauf von Filmen auf Datenträgern ist ebenfalls gestiegen, allerdings nur um 2 Prozent und besträgt derzeit 1,428 Milliarden Euro. Besonders steigerte sich der Verkauf von Blue-Ray-Discs. Hier konnte ein Anstieg von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 17 Millionen Euro verzeichnet werden. Jeder siebte Film war somit eine Blu-Ray. Mit den neuen Bildtonträgern konnte ein Umsatz von 267 Millionen Euro erwirtschaftet werde, ein Plus von 39 Prozent verglichen mit 2010.
DVDs wurden nur im geringen Maße erstanden, der Umsatz diesbezüglich sank um 5 Prozent zum Vorjahr auf 1,129 Euro.
Auch Videotheken zählen zu den großen Verlierern. Waren es in 2010 noch 101,7 Millionen Filme, die ausgeliehen wurden, sind es in 2011 nur noch 95,5 Millionen gewesen. Dies macht sich auch beim Umsatz bemerkbar und zwar mit einem Rückgang von 6 Prozent auf 229 Millionen Euro. Verantwortlich gemacht wird aber nicht die Zunahme beim legalen Download von Filmen, sondern vielmehr illegales Filesharing.