(10. 01. 2012; 00:30) Neben der Präsentation des Konzepts Smarter Living und der damit verbundenen neuen Technologie und den Geräten dazu, gab es zu Beginn der Veranstaltung eine kurze Information über das geplante Flagschiff des Unternehmens LG.
Das Optimus soll ein Android-Gerät mit Honeycomb als Betriebssoftware sein, sowie mit einem IPS-Display ausgestattet sein und über HD-Auflösung verfügen. Das Besondere an diesem Smartphone wird aber die darauf eingesetzte VMWare Horizon Mobile Manager-Software sein.
VMWare ermöglicht es auf dem Gerät zwei Android-Betriebssysteme parallel laufen zu lassen. Auf dem Hauptrechner, in diesem Fall das Smartphone wird ein anderer Rechner imitiert, auf dem jeweils wieder ein anderes Betriebssystem laufen kann.
Zum Beispiel laufen viele ältere DOS-Programme (8bit) nicht mehr auf den heute üblichen 32- und 64-bit Maschinen. Weiters könnte man MS-DOS heutzutage nicht auf einem handelsüblichen Rechner installieren, da DOS mit den neuen Prozessortypen und dem immensen RAM-Speicher nicht umgehen kann. Hier kann man unter Zuhilfenahme von VMWare einen Rechner wie vor 15 Jahren imitieren und ein sogenanntes Image (in diesem Fall zum Beispiel ein Freedos-Image) booten. Da VMWare lediglich ein Prozess des eigentlichen Betriebssystems ist, können auch parallel zwei dieser Images gebootet werden.
In diesem Beispiel laufen zwei Prozesse nebeneinander. Dies bildet auch den größten Vorteil dieser Technik. Die virtualisierten Maschinen sind nichts anderes als zwei parallel laufende Programme. Sie haben einen von einander unabhängigen Speicherbereich und können sich so untereinander nicht beeinflussen, wie zum Beispiel durch schädliche Software. Dieses Verfahren wird im Allgemeinen als SandBox bezeichnet.
LG macht sich genau diese Technik bei ihrem Flagschiff LG-Optimus zum Vorteil um Endnutzern die Möglichkeit zu bieten, zwei Handys verwenden zu können, aber tatsächlich nur ein Gerät zu brauchen. Somit kann der Handy-Besitzer sein Gerät sorgenfrei privat nutzen, ohne Angst haben zu müssen, empfindliche Firmendaten zu gefährden, geschweige denn unabsichtlich zu veröffentlichen.
Die einzige Einschränkung ist technikbedingt, dass man sich beim Einschalten des Gerätes für den entsprechenden Modus entscheiden muss und dieser nicht im Betrieb gewechselt werden kann.
Wie das Smartphone aussehen wird und in welchem Preissegment es angesiedelt wird, ist noch nicht bekannt. Man darf also schon auf den Mobile World Congress gespannt sein, wo LG anscheinend mit einem weiteren Highlight aufwarten wird.