(3.5.2011, 14:15) Es vergeht kein Tag, ohne dass Klagen wegen der missbräuchlichen Verwendung von Userdaten bekannt werden. Die Sammelklage gegen Facebook wurde gestern bei einem Bundesgericht in New York eingebracht.
Facebook verkauft schon seit einiger Zeit „soziale Werbung“ an seine Kunden, bei der ein Like für ein Produkt oder die Seite eines Unternehmens in Newsfeeds von Freunden angezeigt wird, zusammen mit dem Namen und dem Foto des „Likers“. In den Kontoeinstellungen kann die Erlaubnis für die Verwendung des eigenen Namens und Fotos aber zurückgezogen werden. Ebenso kann in den Einstellungen festgelegt werden, wer eigene Aktivitäten zu sehen bekommt.

In der Klage wird moniert, dass Facebook auch die Namen und Fotos von unter 18jährigen verwendet, ohne die Zustimmung der Erziehungsberechtigten einzuholen. Das in New York geltende Zivilrecht verbietet die Verwendung von Fotos einer Person für Werbezwecke ohne die Zustimmung der betroffenen Person, die aber von Minderjährigen nicht rechtskräftig gegeben werden kann. Das Gesetz sieht auch Schadenersatz vor. Die Klage verlangt die Erstattung des Umsatzes an die Personen, deren Fotos ohne ihre Zustimmung verwendet worden waren.