(Wien, 16.7.2009) Sinn macht der seitliche Slider N97, das neue Flaggschiff aus dem Hause Nokia und Nachfolger des N96 natürlich nur, wenn man das Web intensiv nutzt und auch einen entsprechenden Tarif hat. Dann aber hat man in dem mobilen Multimedia-Begleiter einen treuen Freund gefunden.
Design und Handhabung
Beim Design setzt Nokia auf schlichte Eleganz, die allerdings keine neuen Akzente setzt. Der Slider präsentiert sich als äußerst kompakt, liegt aber mit 150 Gramm nicht allzu leicht in der Hand. Das auf den ersten Blick robust wirkende Handy enttäuscht von der Haptik her auf der Rückseite mit der dünnen Plastik-Abdeckung. Dafür hat der Hersteller Raum für eine Menge Widgets dagelassen, die auf einem klaren und ruhigen Display-Bild wiedergegeben werden. Das Material des Displays wirkt - trotzdem es nicht so berührungsempfindlich gestaltet ist - stabil und verschmiert auch nicht leicht. Bei der ersten Benutzung vermisst man ein wenig eine übersichtliche Darstellung des Menüs, findet sich dann aber doch relativ rasch zurecht. Neu ist der Öffnungsmechanismus: Nach dem Öffnen rastet das Display ein wenig ein, sodass man das Gefühl hat, vor einem Mini-Laptop zu sitzen. Trotz extremer Sonneneinstrahlung kann man auf dem Display noch gut die angezeigten Informationen lesen. Die QWERTZ-Tastatur fühlt sich angenehm an und trotz kleiner Tasten lässt es sich angenehm tippen. Einzig die Touch-Funktion überzeugt nicht 100-prozentig. Zeitweise muss man den Bildschirm mehr als nur leicht berühren, damit man im Menü weiterkommt. Die Sprachakustik ist durchschnittlich gut, ab und zu hören sich die Töne etwas metallisch an.
Kamera und Zusatzwerkzeug
Die integrierte Kamera verfügt über ein Carl Zeiss-Tessar-Objektiv mit Autofokus und liefert mit der 5-Megapixel-Kamera durchaus gute Bilder. Ein kleiner Tipp: Versuchen Sie einmal, ein Word-Schriftstück in 50 Zentimeter Entfernung auf einem PC zu fotografieren - mit der Kamera des N97 kann man das geschriebene Werk mühelos auf dem Display lesen. Der Akku liefert eine lange GSM-Sendeleistung. Als Abwechslung erweist sich der Bedien-Stift, den Nokia für das N97 vorgesehen hat: Dieser ähnelt nicht wie sonst einem dünnen Bleistift der zudem auf der Seite eingebaut ist, sondern wurde als 'externes Werkzeug' mitgeliefert. Das Bedienwerkzeug erinnert an einen schmalen USB-Stick und kann als Anhänger auf das Handy gehängt werden. Öffnet man die Abdeckung, kommt eine gespitzte Metallschiene mit abgerundeten Kanten zum Vorschein, die bequemes Arbeiten auf dem Display ermöglicht. Verwendet man diesen Stift im USB-Look merkt man: Das Display reagiert um ein Vielfaches schneller, wenn man mit dem Stift arbeitet.
Ausstattung
Das N97 bietet ein Touchscreen mit einer 8,9 Zentimeter großen Displaydiagonale. Das Smartphone beherbergt 32 GB internen Speicher sowie diverse Navigationsfunktionen sowie einen A-GPS-Empfänger. Der Startbildschirm kann mit Hilfe von Widgets individuell eingerichtet werden. Mit einer Taste lässt sich aber auch das herkömmliche Menü aufrufen. Der Zugriff auf den Ovi Store ist beim N97 vorinstalliert und bietet Usern die Möglichkeit, ihre Geräte mit einem Angebot von Anwendungen, Spielen, Videos, Podcasts, Business-Lösungen und dergleichen individuell auszustatten. Manche dieser Inhalte sind jedoch nicht kostenfrei. Der Lieferumfang wurde großzügig gestaltet; ein Ladekabel samt Adapter, Stereo-Headset mit einer Kabelfernbedienung sowie ein USB-Datenkabel hat der Hersteller dem Gerät in der eleganten Verpackung beigegeben.

Fotos und Videos können mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden und lassen sich außerdem durch die integrierte Geotagging-Funktion mit Informationen zum Aufnahmestandort versehen. Über Online-Communitys wie Ovi Alben, Twitter oder Flickr können diese direkt mit Freunden geteilt werden. Facebook-Fans kommen bei dem N97 auf jeden Fall auf ihre Kosten, ist doch ein Facebook-Client integriert, den man sich gleich auf der Startseite bereithalten kann. Der Hersteller hat sein neues Flaggschiff natürlich mit der fünften Version seines Betriebssystems Symbian OS v9.4 ausgestattet. Nokia Maps und ein digitaler Kompass sorgen für die richtige Wegfindung. Wer unterwegs Zeit findet, fern zu sehen, für den bietet das N97 auch die Möglichkeit, das zu tun.
Fazit
Das N97 reiht sich in die Reihe der Mulimedia-Smartphones ein und ist für Nokia-Liebhaber allemal die Überlegung einer Anschaffung Wert. Das N97 bietet aber alles, was ein Smartphone heutzutage haben muss: Einen brillanten Bildschirm sowie ausreichend Speicherplatz und ein Kartenslot. Erhältlich ist das N97 in elegantem weiß und klassischem Schwarz. In der ersteren Version auf jeden Fall ein Hingucker, wenn es auch an das HTC Hero erinnert.
Hier geht es zum Hersteller.
Preis: 449 Euro.
+ Multimedia
+ Bildschirm
+ Slider-Funktion
-Touch-Funktion
![]()
Bewertung:
Bedienung: ***
Design: ***
Funktionalität: ***** (von je fünf möglichen Punkten)
Technische Details:
Display
Auflösung:
Farbtiefe:360 x 640 Pixel
16,7 Mio. Farben
Abmessungen
Maße:117,2 x 55,3 x 18,2 mm
Gewicht:150 g
Akku
Gesprächsdauer:
Standby:bis zu 6,5 Stunden
knapp 18 Tage
| ( ) | |||||||||||||||
|
Suchbegriffe: Im Test: Nokia N97
|
|
Telekom-Presseon |
|