(Stockholm, 21.8.2010) Wie berichtet, hält sich der Wikileaks Gründer Julian Assange in Schweden auf um einen Vertrag mit der schwedischen Piratenpartei über einen Hostingvertrag für Wikileaks zu unterzeichnen, was voriges Wochenende geschah.
Nach Meldungen mehrerer schwedischer Zeitungen wird Assange nun der Vergewaltigung in zwei Fällen bezichtigt und von der Staatsanwaltschaft per Haftbefehl gesucht. „Ja ich kann bestätigen, er wurde angezeigt, aber da es eine sensible Untersuchung ist, habe ich keinen weiteren Kommentar,“ sagte Staatsanwalt John Kjellsson der Zeitung SvD.
Haftbefehl aufgehoben
Laut Zeitung traf eine Frau Assange vergangenes Wochenende in Stockholm. Die andere behauptet ihn in Enköping am Dienstag getroffen zu haben. Johan Kjellsson wollte diese Details nicht kommentieren. Es soll sich um zwei getrennte Fälle handeln, eine Anzeige wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung und eine wegen Vergewaltigung. Die Frauen scheinen sich aber zu kennen.
In einer Twitter-Mitteilung für Wikileaks setzt sich Assange zur Wehr: „Die Anschuldigungen sind haltlos, und ihre Verbreitung zu diesem Zeitpunkt ist ausgesprochen beunruhigend." Und weiter: „Wir wurden gewarnt 'schmutzige Tricks' zu erwarten. Jetzt haben wir den ersten."
In mehreren Blogs wird vermutet, dass das ein Schachzug seiner Gegner sei um das unbequeme Aufdeckerportal Wikileaks zu diskreditieren. Am Donnerstag wurde Julian Assange noch mit dem "Sam Award for Integrity" ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird von ehemaligen US-Militär- und Geheimdienstpersonal für mutige Whistleblower vergeben. Der diesjährige Preis wurde ihm einstimmig zugesprochen.
Hier der Vortrag, den Assange am 14.August in Stockholm hielt:
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