(03.02.2011, 12:43) Ja, offensichtlich gibt es einen Schwarzmarkt für virtuelle Zynga Poker Chips. Ein britischer IT-Experte hackte sich auf dem Social Gaming Konzern Zynga ein und floh sozusagen mit 400 Mrd. der virtuellen Währung, berichtet der South Devon Herald Express. Nachdem er sie auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten hatte, wurde er geschnappt. Von dem umgerechnet 12 Mio. Dollar wertvollen Diebesgut darf er jetzt im Gefängnis träumen.
Der 29-Jährige hat sich schuldig bekannt. Der Richter Philip Wassall erklärte, es sei "unvermeidbar", dass der Angeklagte eine längere Freiheitsstrafe verbüßen wird. Zum Zeitpunkt des Zynga-Hacks war der Mann bereits auf Bewährung einer früheren Hacker-Anklage. Die Urteilsverkündung ist für kommenden Monat geplant.
Am britischen Gericht entbrannte in weiterer Folge eine interessante Debatte darüber, ob Hacking überhaupt unter Diebstahl falle, da es sich bei virtuellen Poker Chips eben um "virtuelle" Währung handle und Zynga grenzenlose Summen davon kreieren könne. Das Gericht entschied mit 'Ja': virtuelles Gut zählt zu Eigentum/Besitz und das unrechtmäßige Befüllen des Kontos mit solchen Chips fällt unter Diebstahl.
Wie der IT-Fachmann den Hack auf Zynga zustande gebracht hat, ist nicht bekannt. Auch nicht, wie das Social Gaming Unternehmen solche Angriffe in Zukunft verhindern wolle.
Nun zittern wohl auch die Social Zocker um ihr sorgfältig aufgebautes CityVille.