(17.01.2012; 10:00) Google erhöht mit Google Sesam nun die Sicherheit beim Anmelden auf fremden Systemen. Dabei wird etwa verhindert, dass Keylogger in Internetcafés oder anderen öffentlich genutzten Rechnern, die Eingabedaten beim Anmelden protokollieren. Dies soll mit dem neuen Login-Mechanismus Google Sesam erfolgen, mit dem die Nutzung der Google-Dienste auf fremden Systemen ohne Passwort möglich wird.
Der Dienst startete, wie so oft bei Google, ohne große Ankündigung und kann hier aktiviert werden. Auf der Seite muss man den angezeigten QR-Code mit einem mobilen Gerät, wie einem Smartphone oder Tablet zunächst fotografieren. Entsprechende QR-Code-Reader können für fast alle Betriebssysteme als App heruntergeladen werden. Danach öffnet sich auf dem mobilen Endgerät eine Login-Seite, bei der man seine Daten eingibt sowie eine Sicherheitsfrage beantwortet und schon kann man die verschiedenen Google-Dienste, auch auf dem fremden System - und zwar ohne Passwort - nutzen.
Üblicherweise muss man in einem fremden System seine Kontaktdaten eingeben, wenn man sich anmelden möchte. Wenn eine Schadsoftware in diesem Fall die Eingaben protokolliert, können Unbefugte sich Zugang zu dem Google-Konto des Nutzers verschaffen. Nun muss man kein Passwort mehr eingeben, sondern eben nur, wie oben erwähnt, den QR-Code mit dem mobilen Gerät fotografieren, wenn man sich auf einem fremden System einloggen möchte. Die Anmeldung selbst erfolgt dann auf dem eigenen mobilen Gerät und nicht auf dem fremden System.
Einen Link auf der Google Anmeldeseite, um den QR-Code zu erreichen, gibt es bisher noch nicht. Man müsste sich also die Adresse goto.google.com/login merken, um die Eingabe der eigenen Daten auf fremden Computern zu umgehen. An und für sich also eine gute Idee, um seine privaten Daten zu schützen, zugegebenermaßen aber auch etwas umständlich.
[Update] Offenbar handelte es sich bei der Funktion unter der angegeben Domäne um einen kurzzeitigen Probelauf von Google. Beim Anklicken des Links wird bekanntgegeben, dass das Experiment wieder offline genommen wurde, aber man bereits an noch besseren Lösungen arbeitet.