Google Nexus S im Test

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Google Nexus S im Test

 
Fotocredit: Google
 

Mit dem gekrümmten Nexus S hat Google einen durchaus gelungenen Schachzug unternommen. Das Android 2.3 Smartphone kassiert Plus-, aber auch einige Minuspunkte, wie das Fehlen eines micro-Kartenslots.

(30.03.2011, 13:32) Nach dem Flop des ersten Google-Smartphones, dem Nexus One, hat sich der Internetkonzern an einen zweiten Versuch gewagt und Samsung mit der Produktion des Nexus S beauftragt. Die Erwartungen waren groß und wurden zum Teil auch erfüllt. Angelehnt an das hauseigene Galaxy S hat der südkoreanische Hersteller ein Smartphone angefertigt, das dank gekrümmtem sogenanntem Countor Displays einzigartig ist. Auf den ersten Blick wirkt es klobig, liegt aber angenehm in der Hand. Das Nexus S misst 123,9 x 63 x 10,88 Millimeter und wiegt akzeptable 129 Gramm. 

 

Hardware - Innenleben

Samsung hat das Nexus S mit einem großzügigen 4 Zoll Super AMOLED Display ausgestattet, das mit seiner Krümmung vor allem ein Ziel verfolgte: ein angenehmeres Telefonieren zu ermöglichen. Check! Ebenfalls ein Novum in einem Android-Smartphone ist das integrierte Gyroskop. Dabei handelt es sich um einen Sensor, der schon beim iPhone 4 zum Einsatz kommt, die Ausrichtung des Smartphones dreidimensional erfasst und eine Steuerung bei Games ohne Touchscreen ermöglicht. Das Handy reagiert darauf, wie der Nutzer das Handy hält, und in welche Richtung er es dreht. Ebenfalls mit an Bord ein Beschleunigungssensor und ein digitaler Kompass.  

 

Im Inneren des Google Nexus taktet der S Hummingbird-Prozessor mit 1 Ghz sowie ein eigener Grafikchip, der vor allem bei Spielen volle Leistung bringt. Die Bedienung des Nexus S läuft prinzipiell fließend und rasch. Nur in der Bildergalerie muss auf das nächste Bild einige Sekunden gewartet werden, damit die Auflösung passt. Etwas nervig, wenn viele Bilder warten.

 

Enttäuschend

Für Unverständnis sorgt ein weiterer Minuspunkt: Wieso dem Gerät kein micro-SD-Kartenslot verpasst wurde, sodass eine Erweiterung es 16-GB-Speicher nicht möglich ist, ist unklar. Vielleicht wollte Samsung dem hauseigenen Flaggschiff Galaxy S2 keine allzu große Konkurrenz gegenüberstellen. Die Videokamera löst lediglich mit 720 x 480 Pixel auf und fällt somit in die Kategorie "durchschnittlich".

 

Die Kameras – je eine auf der Vorder- und Rückseite – liegt mit einer Auflösung von 5 Megapixel und 2592 x 1944 Pixel im Mittelfeld. Für Vielfotografierer – auch Hobbyfotografen – keine überzeugende Performance. Gegenüber dem HTC Desire HD mit seiner 8-Megapixel-Kamera bleibt auf jeden Fall Luft nach oben.

 

Android 2.3 "Gingerbread"

Die (im Gegensatz zu Android 2.2 aka "Froyo") Akku-schonendere Variante der Android-Software 2.3 bzw. "Gingerbread" sorgt zusätzlich dafür, dass die im Hintergrund benutzten Apps und Anwendungen flüssiger verwaltet werden können. Gingerbread unterstützt die Funktechnologie Near-Field-Communication-Chips (NFC), die unter anderem für Bezahldienste genutzt werden soll. Wenn man über ein Benutzerkonto bei einem VoIP-Provider verfügt, der das offene SIP unterstützt, ermöglicht die Android-Software 2.3 Internet-Telefonie direkt aus den Kontakten heraus. Die Gesprächsqualität ist einwandfrei.

 

Punkto kabellose Verbindung bringt das Nexus S HSPA, Bluetooth 2.1+DER  sowie den WLAN-n-Standard mit.

 

Fazit

Der Praxistest mit dem zweiten Google-Smartphone ergibt ein durchaus zufriedenstellendes Endergebnis. Das Handy schmiegt sich bequem an die Hand an, die Bedienung ist auch für Smartphone-Neueinsteiger optimal, wobei das Design etwas zu wünschen übrig lässt. Abzüge gibt es für die Speicherbegrenzung von 16 GB, des fehlenden micro-Kartenslots sowie der durchschnittlichen Video-Kamera. Dem hauseigenen Flaggschiff Galaxy S2 hat Samsung hier keine direkte Konkurrenz produzieren wollen. Punkteabzug gibt es außerdem für den Preis.

 

Außerdem drängelt sich die durchaus herzeigbare Konkurrenz heran: Das von der Telekom Presse getestete und für gut befundene Samsung Ace zum Beispiel.

 

Preis

In Österreich ist das Google Nexus S für 600 Euro zu haben.

 

+ Grafikleistung

+ Android 2.3 Gingerbread top optimiert

+ Funtionalität

– keine Speicher-Erweiterung

– Kamera

 

Bewertung

Bedienung *****

Design ***

Funktionalität *****

 

 

 

Technische Details

 

Konnektivität:

    Quad-Band GSM: 850, 900, 1800, 1900

    Tri-Band HSPA: 900, 2100, 1700

    HSPA type: HSDPA (7.2Mbps) HSUPA (5.76Mbps)

    Wi-Fi 802.11 n/b/g

    Bluetooth 2.1+EDR

    Near Field Communication (NFC)

    GPS (A-GPS)

    MicroUSB 2.0

 

Display:

    4.0" WVGA (480x800)

    Contour Display mit gebogenem Display

    Super AMOLED

    235 DPI

    kapazitiver Touchscreen

    Anti-Fingerabdruck Beschichtung

 

Dimensionen:

    63mm x 123.9mm x 10.88mm

    129g

 

Prozessor & Speicher:

    1GHz Cortex A8 (Hummingbird) Prozessor

    16GB iNAND Flash Speicher

 

Multimedia:

    Hinten: 5 Megapixel

    720 x 480 Video Auflösung

    H.264, H.263 MPEG4 Video Aufnahme

    Auto Fokus

    Blitz

    Vorne: VGA (640x480)

    3.5 mm Kopfhörer Anschluss

    Software Geräuschunterdrückung

 

Batterie:

    Sprechzeit bis zu 6.7 Stunden im 3G Netz

    (14 Stunden mit 2G)

    Standby bis zu 17.8 Tage in 3G

    (29.7 Tage in 2G)

    1500 mAH Lithium Ionen Akku

 

Sensoren:

    Drei-Achsen-Gyroskop

    Accelerometer

    Digitaler Kompass

    Näherungssensor

    Lichtsensor

( )

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Reaktionen auf diesen Artikel



Mario van Gils, 31.03.2011
Wenn die Daten wenigsten stimmen würden...
Der Author hätte sich wenigesten die europäische Version des Nexus S (i9023) ansehen sollen. Denn diese hat kein Super-AMOLED sondern ein wirklich gutes SLCD-Display verbaut. Und auch der Preis ist alles andere als richtig, denn zum Zeitpunkt der Markteinführung war das Gerät bereits unter EUR 500,- zu haben, der Preis von EUR 600,- geisterte lange Zeit vor der offiziellen Verfügbarkeit durch die Medien und würde bloss bei Direktimport aus den USA oder UK mitunter bezahlt.

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