(20.1.2012, 18:48) Wie Reuters eben meldet hat der texanische Haupt-Sponsor des Gesetzesentwurfe „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) seinen Gesetzesentwurf zurückgezogen. Bekanntlich hatte es vorgestern eine massiven Protesttag gegeben, an dem viele Seiten, angeführt von Wikipedia ihre Seiten ganz oder teilweise geschwärzt hatten.
Daraufhin hatten eine ganze Reihe von Kongressabgeordneten und Senatoren ihre Unterstützung für SOPA zurückgezogen und waren ins Lager der Gegner gewechselt. Offenbar sah nun der Texaner seinen Ritt gefährdet und zieht seinen Antrag zurück.
Wes Geistes Kind der Mann ist, belegt das von Reuters aufgezeichnete Telefonstatement von Lamar Smith: „Es ist klar, dass wir unseren Vorgehensweise überarbeiten müssen, wie wir das Problem behandeln, dass ausländische Diebe amerikanische Erfindungen und Produkte stehlen.“ Ausländische Diebe! Das kennen wir doch von irgendwo.
Auch die Variante des Senats von SOPA, PIPA (Protect Intellectual Property Act) genannt, wurde bereits zurückgezogen und soll überabreitet werden.
Wie sehr geistiges Eigentum geachtet wird, beziehungsweise was genau geschützt werden soll, zeigt die Vorgehensweise der US-Behörden gegen die Filesharingsite Megaupload. Millionen von Usern, die eigene Daten wie Urlaubsvideos oder Fotos diort gespeichert haben, haben nun keinen Zugang mehr zu ihrem geistigen Eigentum. Die Sperre erfolgte auf Betreiben genau der Konzerne der Musik- und Filmindustrie, die auch hinter SOPA/PIPA stehen.