(27.01.2011, 11:31) Beim vor vier Jahren gegründeten Social Dating Netzwerk Badoo.com registrieren sich inzwischen täglich über 300.000 neue User, um auf dem mehrsprachigen Portal zu flirten. Dabei handelt es sich um eine regionale wie internationale Community.
Deutschland hat im internationalen Vergleich eine besondere Stellung. Lothar Eckstein, der deutsche Chief Marketing Officer: „Allein im vergangenen Monat stiegen die Userzahlen um 500 Prozent auf 2 Millionen. Das macht Deutschland zum größten Wachstumsmarkt.“ Im mobilen Sektor tragen die Badoo-Apps für iPhone und Facebook ebenfalls zum Wachstum bei.
Anfänge und internationale Entwicklung
Im November 2006 nahm ein kleines Team russischer und britischer Programmierer und Unternehmer das Projekt Badoo in Angriff. Ihr Ziel war es, eine Social-Networking-Plattform zu gründen, die Menschen auf der ganzen Welt zusammenbringt, dabei aber deren lokale Kultur berücksichtigt. Badoo startete sein Angebot in Spanien, es folgten Italien, Frankreich und Brasilien. Heute läuft die Plattform in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Lateinamerika sowie in Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. In der Schweiz werden monatlich über 172.000 User registriert, in Österreich sind es 105.000 (Platz 58 bzw.158/Alexa.com).
Badoo-Geschäftsführer Bart Swanson ist überzeugt, das britische Kontaktnetzwerk würde "die Welt erobern", nur brauche es dafür einen ordentlichen PR-Push: „Badoo wird in Kürze ganz groß herauskommen, nur hat bisher noch kaum jemand davon gehört. Das werden wir jetzt ändern.“
Neues Geschäftsmodell "fremium"
Anders als Facebook oder die meisten Dating-Seiten Badoo basiert finanziert sich die Plattform nicht über Werbung, auch fallen keine Abo- und Registrierungskosten an. An deren Stelle tritt das so genannte „freemium“-Geschäftsmodell. Das Basisangebot ist kostenlos, will der User allerdings sein Profil erweitern oder von einer größeren Zahl anderer User gesehen werden, hat er die Möglichkeit, dies über micro-payments zu realisieren.
LinkedIn und Zynga ebenfalls Nutzer von "fremium"-Modell
Auch die Basis-Version der mobilen Badoo-App können User kostenlos herunterladen, die gegen Bezahlung zu einer Premium-Version mit erweiterten Funktionen upgegradet werden kann. „Das ‚freemium’-Modell ist in den letzten Jahren von vielen großen und erfolgreichen Internet-Unternehmen übernommen worden“, so Swanson. „Dazu gehören Spotify, LinkedIn, Zynga oder Skype.“
Fakten über Badoo
• Sieben Milliarden Seitenaufrufe monatlich
• In 22 Sprachen verfügbar
• Stärkster Wachstumsmarkt ist Deutschland mit über 2 Millionen Usern
• Über 200 Mitarbeiter, die 24 Sprachen sprechen
• Zweitgrößtes soziales Netzwerk für über 18-Jährige
• Fast 23 Millionen User monatlich verwenden die Facebook-App von Badoo. Damit rangiert sie auf Platz 7 in den Top 10 aller Facebook-Apps.
• Mehr als eine halbe Million User haben die App für iPhone, iPad und iPod Touch in den letzten drei Monaten heruntergeladen.