IT-Sicherheit, Panda Security, Unternehmen, Malware

Fahrlässige KMU

 
Credit: sxc
 

Laut einer internationalen Studie von Panda Security zur IT-Sicherheit ist das Gefahren-Bewusstsein in deutschen KMU nur gering ausgeprägt.

(Duisburg, 23.07.2010) Das International Security Barometer von Panda Security zeigt, dass das Bewusstsein für Gefahren durch Malware in mittelständischen Unternehmen sinkt. Zwar ist eine IT-Sicherheitslösung bei 86 Prozent der über 450 befragten deutschen Firmen installiert, jedoch wissen ganze 13 Prozent nicht, ob ihr Programm überhaupt auf dem neuesten Stand ist.

Nachlässigkeit
14 Prozent der Befragten gaben an kein Security-System zu verwenden oder sich nicht sicher zu sein, ob sie eines installiert haben. Durch diese Nachlässigkeit stieg die Zahl der infizierten PCs auf 54 Prozent an. Der Stellenwert der Datensicherheit hat deutlich abgenommen. Während im vergangenen Jahr noch 70 Prozent die IT-Sicherheit als sehr wichtig einstuften, sind 2010 nur mehr 56 Prozent dieser Ansicht. Diese Einstellung ist verheerend, wenn man bedenkt, dass allein im vergangenen Jahr über 22 Millionen neue Schädlinge entdeckt wurden.  

Weltweit wurden im Rahmen der Studie 10.470 KMU befragt, 86 davon in Österreich. International gesehen scheint das Bewusstsein größer zu sein, als bei unseren Nachbarn. 80 Prozent gaben an, eine Lösung zur Malware-Abwehr zu haben. Zwischen elf und 13 Prozent nutzen jedoch kein Security-System. Im vergangenen Jahr begründeten die Sicherheits-Schwänzer die damit verbundenen Kosten als Grund für den Sicherheitsmangel. Die diesjährige Studie zeigt, dass viele Unternehmen auch schlicht den Nutzen von Sicherheitssoftware nicht sehen. Allein in Europa sind das 36 Prozent.

Angriffe
Mit 49 Prozent hat bereits fast die Hälfte der europäischen Firmen ein oder mehrmals Erfahrungen mit Malware gemacht. Mit 54 Prozent liegt Deutschland sogar leicht über dem Durchschnitt, 2009 waren es lediglich 38 Prozent. In Lateinamerika machten die Firmen sogar zu 65 Prozent Erfahrung mit schädlichen Programmen, in Nordamerika waren 34 Prozent davon betroffen. Die Folgen eines Angriffs sind vor allem im Zeit- und Produktionsverlust zu sehen, da die Rechner eine schlechtere Performance liefern. Auch der Datenverlust ist natürlich nicht auszuschließen. Übertragen werden die Schädlinge vor allem via E-Mail und Internet-Besuche, aber auch USB-Sticks und externe Festplatten werden immer häufiger zur Gefahr. Bereits 30 Prozent der deutschen Firmen infizierten sich über solche Geräte, in Nordamerika stieg der Anteil gar auf 50 Prozentpunkte.

Die komplette Studie für Deutschland können Sie hier herunterladen.     
 

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