(18.1.2011, 21:45) Wie berichtet hatte Facebook vorigen Freitag in seinem Developer Blog angekündigt, dass über eine neue Programmierschnittstelle (API) nun auch Anwendungen innerhalb von Facebook auf Mobilnummer und Adresse zugreifen könnten. Zwar wurde eine Warnung der Benutzer hinzugefügt, die aber von Medien und Datenschützern als bei weitem nicht ausreichend massiv kritisiert wurde.
Außerdem fanden es alle höchst befremdlich, dass diese Neuerung von Facebook an einem Freitagabend vor drei freien Tagen (Montag war Feiertag) in den USA bekannt gegeben worden war. Facebook wolle diese Änderung möglichst unbemerkt durchgehen lassen, so lautete der Vorwurf.
Heute ruderte nun Facebook zurück. Im Developer Blog wird etwas untertreibend festgestellt: „Während des Wochenendes haben wir nützliches Feedback erhalten, dass wir die Benutzer klarer informieren sollten, wenn sie Zugriff zu diesen Daten gewähren. Wir stimmen dem zu und wir werden Änderungen vornehmen, dass die Daten nur dann freigegeben werden, wenn dies wirklich beabsichtigt ist. Wir arbeiten daran, die Änderungen so bald wie möglich verfügbar zu machen.“
Facebook bekräftigte zugleich, dass die Weitergabe auch vorteilhaft für Nutzer sei, weil er damit etwa auf Shopping- Websites nicht noch einmal seine kompletten Informationen eintippen müsste. Sicherheitsexperten hatten aber auch vor Programmen gewarnt, die extra darauf ausgerichtet sind, Nutzer-Informationen abzugreifen.