Facebook hält sich bei Datenschutzbestimmungen ein Hintertürchen offen

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Facebook hält sich bei Datenschutzbestimmungen ein Hintertürchen offen

 

Trotz einer Einigung zwischen der FTC und Facebook, behält sich das soziale Netzwerk allem Anschein nach das Recht vor, neue Funktionen weiterhin für alle Nutzer automatisch einzuführen.

(30.11.2011; 12:00) Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, verhandelt die Federal-Trade-Community mit Facebook über eine Umstellung bei den Privatsphäre-Einstellungen. Angeregt durch Beschwerden von Verbraucherschutzbehörden, fordert die FTC von dem sozialen Netzwerk, das Opt-out-Verfahren in ein Opt-in zu ändern. Diese Änderung würde bedeuten, dass die Nutzer künftig um Erlaubnis gefragt werden müssten, neue Einstellungen zuzulassen, anstatt wie bisher nur eine nachträgliche Deaktivierung zu ermöglichen.

Nun gab es nach langen Verhandlungen endlich eine Einigung zwischen den beiden Parteien. Die Vereinbarung ähnelt sehr den bereits bekannt gewordenen Informationen darüber. Facebook verpflichtet sich, vor einem Eingriff in die von den Nutzern selbst gewählten Optionen in der Privatsphäre, eine Zugriffsgenehmigung einzuholen. Erst dann können Modifikationen vorgenommen werden. Hinzu kommt, dass auf die nächsten zwanzig Jahre eine unabhängige Prüfungsfirma damit beauftragt sein wird, die Datenschutzbestrebungen des sozialen Netzwerks zu kontrollieren. Mark Zuckerberg kündigte in diesem Zusammenhang an, zwei sogenannte interne Chief Privacy Officer zu ernennen.

Ungeklärt bleibt aber dennoch wie es sich bei komplett neuen Änderungen verhält, für die es bis jetzt noch keine Option in den Einstellungen gibt. Darunter fielen zum Beispiel die in den USA und Europa umstrittene Gesichtserkennung, sowie das Frictionless-Sharing.

Die Bestimmungen der FTC sehen anscheinend nur eine Umstellung in den bereits bestehenden Optionen vor, die es Nutzern künftig ermöglich soll, eine ungewollte Weitergabe von Informationen an Dritte zu verhindern.

Forenbeiträgen zufolge muss sich Facebook dieses Hintertürchen in dem Abkommen offen lassen um nicht zu statisch zu werden und Veränderungen auch voran bringen zu können.

Die plötzliche Einigung, die nicht vor Anfang des nächsten Jahres erwartet wurde, hängt sicherlich auch mit den Börsenplänen von Facebook zusammen. So plant das soziale Netzwerk zwischen April und Juni 2012, mit einer angestrebten Bewertung von 100 Milliarden Dollar, als stärkstes IT-Unternehmen an die Börse zu gehen.

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