Facebook beugt sich Forderungen der FTC bei Privatsphäre

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Facebook beugt sich Forderungen der FTC bei Privatsphäre

 

Nach langen Verhandlungen mit der FTC (Handelskommission) ändert Facebook Datenschutzeinstellungen von Opt-out auf Opt-in.

 

(11.11.2011: 16:50) Zwei Jahre dauerten die Verhandlungen zwischen der FTC, der amerikanischen Handelskommission, und Facebook und nun könnte es zu einer wirklichen Einigung gekommen sein. Die mit Verbraucherschutz beauftragte Kommission fordert Facebook seit längerem dazu auf, seine Datenschutzeinstellungen von Opt-out auf Opt-in zu ändern.

Auch in Deutschland wurde dies gefordert allerdings bisher erfolglos. Dem Hamburger Datenschutzbeauftragten ist nun der Geduldsfaden gerissen und hatte eine Klage vorbereitet, die sich aber nunmehr wahrscheinlich erübrigt.

Bisher war es von Facebook üblich, signifikante Änderungen so einzuführen, dass sie automatisch aktiviert waren und erst vom Nutzer selbst in den Privatsphäre-Einstellungen wieder rückgängig gemacht werden mussten. Dieses sogenannte Opt-out Verfahren muss nun dahingehend geändert werden, dass bei Änderungen in den Einstellungen, besonders bei denen der Privatsphäre, der Nutzer erst seine Einwilligung geben muss, bevor diese durchgeführt und freigeschaltet werden können.

Diese Vereinbarung, die in den nächsten Wochen besiegelt sein soll, beinhaltet eine Verpflichtung Facebook gegenüber der FTC, sich die nächsten 20 Jahre von einer unabhängigen Firma in unregelmäßigen Abständen überprüfen zu lassen um somit sicher zu stellen, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.

Für Facebook ist das ein enormer Schritt mit einschneidenden Auflagen, da es die Einführung von neuen Features immens erschwert. Längerfristig gesehen befürchtet man durch das Einschränken der Möglichkeiten von Facebook einen Rückschritt und die Möglichkeit der Stagnation.

Denn hätte es diese Restriktionen bereits 2006 gegeben, wäre es Facebook sicherlich nicht gelungen den Newsfeed zu dem zu machen, was er heute ist, nämlich ein Standard Element in sozialen Medien. Denn zu diesem Zeitpunkt existierte Opt-out noch nicht einmal.

Aus Sicht des Nutzers ist die Änderung in den Datenschutzbestimmungen sicherlich gerne gesehen, da man nun sicher sein kann, dass selbst gewählte Einstellungen nicht kurzerhand und ohne Anfragen geändert werden können. Auch wenn es an vielen Stellen heißt, dass Neuerungen nur selten von Nutzern rückgängig gemacht wurden, muss dazu gesagt werden, dass oft genug auch der Informationsfluss stockte und nicht jeder Bescheid wusste, dass wieder etwas geändert wurde.

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Reaktionen auf diesen Artikel



Loll, 17.11.2011
Öffentlicher Druck ist erfolgreich
Eigentlich auch ein gutes Beispiel dafür, dass eine geäußerte Meinung und öffentlicher Druck durchaus etwas bewirken können.
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