Amazon USA verkauft mittlerweile deutliche mehr E-Books als gebundene Bücher. Auf 100 Hardcover-Ausgaben kommen mittlerweile 180 digitale Bücher.
(Seattle, 20.07.2010) Der Erfolg von E-Books wurde aufgrund der fehlenden Haptik von vielen angezweifelt. Aktuelle Zahlen von Amazon USA bescheinigen dem digitalen Lesestoff jedoch einen großen Erfolg, denn mittlerweile können sie ihre papiernen Gefährten auf die hinteren Plätze verweisen.
E-Boom
Im vergangenen Monat kamen auf 100 verkaufte Hardcover-Bücher 180 E-Books für den Kindle. Gerechnet auf die vergangenen drei Monate folgten auf jedes 100ste Hardcover-Buch 143 elektronische Bücher. 2010 scheint das Jahr der E-Books zu sein, denn im ersten Halbjahr stiegen die Verkäufe um das dreifache an. Absolute Zahlen gibt es vom Online-Händler derzeit allerdings noch nicht. In die Statistik sind keine kostenlosen E-Books eingeflossen, deren Urheberrechte bereits abgelaufen sind und ebenso wurden Taschenbücher nicht berücksichtigt. Hardcover-Bücher die kein E-Pendant haben, wurden jedoch gezählt. Als Grund für den Boom bei den E-Books nennt Konzernchef Jeff Bezos in einer Aussendung die Preissenkung für das Amazon-Lesegerät Kindle. Der Preis des hauseigenen E-Book-Readers wurde in den USA von 259 auf 189 Dollar gesenkt – nicht zuletzt aufgrund der starken Konkurrenz durch das iPad. Kindle-E-Books können nämlich ebenfalls auf den Apple-Geräten sowie am Computer oder über Android-Geräte genutzt werden. Zum Absatz des Lesegeräts Kindle gibt Amazon keine Auskunft, meint jedoch, dass es der beliebteste Artikel im Angebot sei.