Für die neue Generation von elektronischen Büchern spricht neben steigenden Verkaufszahlen auch deren Beitrag zur Kommunikation – als Vernetzungssystem sowie als Gesprächsstoff selbst.
(Wien, 23.08.2010) Laut einem Artikel der New York Times treten User elektronischer Bücher leichter in Kontakt mit ihren Mitmenschen, zumal sich der elektronische Lesestoff immer stärker verbreitet. „Historisch sind Bücherwürmer insofern stigmatisiert, als dass sie sich beim Lesen nicht mit anderen Menschen sozialisieren. Das stimmt aber nicht“, kritisiert Paul Levinson (Fordham Universität). Grundsätzlich seien E-Reader nämlich mit größeren Systemen vernetzt.
Die wachsende Nachfrage auf E-Books macht sich auch bei Amazon bemerkbar: Nach der Preissenkung von 259 Dollar auf 189 Dollar für elektronische Bücher, kamen auf 180 verkaufte E-Books lediglich 100 konventionelle Bücher.
Erfreulich scheint diese Tendenz nicht für jeden zu sein. Jenny Block, amerikanische Schriftstellerin und Journalistin, betrachtet Kindle und Co skeptischer. Für sie würden derartige Gerätschaften eher die Botschaft „Ich bin beschäftigt, bitte nicht stören“ ausstrahlen.