(21.07.2011; 10:50) Die PC-Verkäufe in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) sind auch im 2. Quartal 2011 durch hohe Lagerbestände gekennzeichnet, davon ist besonders Westeuropa betroffen. Die Verkäufe in der gesamten EMEA Region sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,9% gefallen.
Die Verkäufe in Westeuropa sind weiterhin rückläufig, der Rückgang beträgt 20,9%. Die anhaltenden hohen Lagerbestände sowie einer nur langsam steigende Nachfrage in der gesamten Region verhindern ein stärkeres Sell-in der meisten Hersteller. Die Situation verbessert sich nur leicht und die Dezimierung der Bestände geht nur langsam voran. Schuld darin sind ein geringes Endkundengeschäft und eine Verlagerung des Budgets sowie Interesses auf andere Produkte, insbesondere Tablets und Smartphones. Der Markt der PCs ist um 32,2% geschrumpft, betroffen sind sowohl Desktop- als auch tragbare PCs.
Trotz der kommenden saisonalen Auswirkungen wie der Schulbeginn und die Weihnachtszeit wird die Nachfrage der Konsumenten auch weiterhin schwach bleiben. Die Kunden orientieren sich immer mehr an Tablets von denen im 2. Quartal viele Modelle veröffentlicht worden sind und weitere Modelle in den nächsten Monaten folgen werden. Die breitere Verfügbarkeit der Produkte und die Auswahl an Produkten werden den Wettbewerb der Anbieter fördern, dieser wird wahrscheinlich in einem Preiskampf enden. Dies könnte dazu führen, dass diese Geräte für ein breiteres Publikum zugänglich werden.
Der gewerblichen Nachfrage erging es besser, diese verzeichnete nur einen Rückgang von 4,3%. Die Nachfrage steigt in diesem Sektor aufgrund der steigenden Besorgnis über die Wirtschaftslage nur langsam an. Erneuerungsinvestitionen erzeugen weiterhin eine hohe Nachfrage, aber die Einkäufe von KMU waren rückläufig. Die unsichere wirtschaftliche Lage in der Eurozone trug zu einem weiteren Rückgang der öffentlichen Investitionen bei. Am meisten betroffen war Südeuropa mit schweren Problemen in Spanien und Italien. In anderen wichtigen Volkswirtschaften wie Frankreich und Deutschland, war die Situation nur unwesentlich besser.
Die CEMA (Zentral- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika) Märkte konnten expandieren und genießen weiterhin ein positives Wachstum. Dies konnte die Abschwächung in Europa teilweise kompensieren und trägt zu den allgemeinen Ergebnissen der EMEA Region bei. Der PC Markt in Zentral- und Osteuropa (CEE) hat die Erwartungen übertroffen und weist ein Wachstum von 11,4% auf. Diese Entwicklung wird durch eine starke Nachfrage nach Notebooks vorangetrieben, sowohl in privaten als auch im gewerblichen Sektor. Der Desktop Umsatz blieb robust dank der PC-Ausgaben im gewerblichen Bereich.
Der Nahe Osten und die Afrika Region (MEA) verzeichnen ein PC-Wachstum von 12,2% gegenüber dem Vorjahr. Trotz der politischen Unruhen präsentiert die Region gesunde Ergebnisse, die besonders durch die Umsätze mit portablen PCs vorangetrieben werden. Die Nachfrage der Verbraucher war der wichtigste Wachstumstreiber, die kommerzielle Nachfrage blieb eher schwach.
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HP kann seine starke Führung in der Region EMEA halten und baut Marktanteile dank einer guten Performance in allen Teilbereichen aus. Neben den starken Ergebnissen in der CEMA Region, sind auch die Verkäufe in Westeuropa aufgrund eines anhaltenden zweistelligen Wachstums im kommerziellen Segment gestiegen. Die Verbrauchernachfrage war eher gering. Acer konnte sich an der zweiten Stelle im Markt halten. Das Unternehmen kämpft aber immer noch mit den hohen Lagerbeständen, die im vergangenen Jahr aufgebaut worden sind.
Dell kann auf ein starkes Quartal zurückblicken, das ein positives Wachstum dank robuster Expansion in der Region CEMA aufweist. Asus bleibt auf dem vierten Platz, konnte aber Marktanteile dazugewinnen, besonders aufgrund eines starken Wachstums in der CEMA Region. Die Leistung in Westeuropa blieb hingegen negativ. Lenovo rangiert wieder auf dem fünften Platz, dies kann vor allem auf die robuste Expansion in der Region CEMA zurückgeführt werden. Die Verkäufe erfahren ein positives Wachstum, nur die Dynamik in Westeuropa verlangsamt sich.
Die meisten Anbieter erleben einen Rückgang in Westeuropa aufgrund der schwachen Nachfrage und der Inventarsituation. Apple war der einzige Anbieter, der ein positives Wachstum in Westeuropa verzeichnen konnte, dadurch konnten sie ihren siebten Platz in der Gesamtwertung in der EMEA Region stärken.
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