Seit einem Monat können im sozialen Netzwerk Twitter Markenseiten erstellt werden. Das zentrale Problem dieser Seite ist, sobald jemand einem folgt, besteht für diesen kein Grund mehr auf die Seite zurückzukehren, denn ihm wird alles in seiner eigene Timeline präsentiert. Die Unternehmen müssen die Markenseiten daher so gestalten, dass der User wieder auf die Seite zurückfindet.
(05.01.2012; 10:00) An Twitter Markenseiten, welche im vergangenen Monat gestartet worden sind, muss noch hart gearbeitet werden, damit diese erfolgreich beim User anzukommen. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie, die am Mittwoch veröffentlicht worden ist. SimplyUsability, ein Marktforschungsunternehmen, hat eine Studie zur Benutzerfreundlichkeit der Twitter Markenseiten angestellt.
Für diese Forschung wurden 4 der 21 Markenseiten, die in den letzten Monaten gestartet worden sind, analysiert. Während Twitter zwar geförderte Tweets sowie Corporate-Sites schon länger ermöglichte, können die Markenseiten, die im Dezember ins Leben gerufen worden sind, eher mit Brandpages von Google+ oder Facebook konkurrieren. Die Marken erhalten auf diesen Seiten Raum für ihre Unternehmenslogos, Werbezeilen, Videos und andere Formen von Medien. Die Studie verwendete eine Eye-Tracking-Technologie um zu ermitteln, wie User die Markenseiten auf Twitter von Coca-Cola, HP, McDonalds und Staples verwendet.
Die Twitter Markenseiten wurden als sogenannter "Game Changer" angepriesen, doch diese Vorhersage wird sich nicht erfüllen. Eines der großen Probleme dieser Seiten ist, dass sobald sich jemand entschieden hat einem einem Twitter-Konto oder einer Brandpage zu folgen für ihn keine Grund mehr besteht auf diese Seite zurückzukehren, denn alle relevanten und neuen Informationen erscheinen als Tweets in der eigenen Timeline eines Users.
Laut der Studie ist der beste Weg um die User zu erreichen, diesen ansprechende visuelle Inhalte über Tweets anzubieten. Eine Brandpage darf nicht mit Corporate Feel überladen sein, denn das wirkt auf User abschreckend. Die Twitter-Seiten sind für Unternehmen von Bedeutung, weil diese ihnen die Möglichkeit geben, dass der Verbraucher mehr über seine gewählte Marke erfahren sowie lernen kann. Wettbewerbe und Aktionen helfen dabei wiederkehrende Besucher auf die Markenseite zu transferieren, hingegen führen zu stark umsatzgenerierende Seiten zum Verlust von Usern.
User wollen mit Markenseiten konfrontiert werden, die ihnen eine menschlichere Seite des Unternehmens präsentieren. Die HP Seite erzielte in der Studie gute Ergebnisse, denn auf dieser Seite werden weder der Vertrieb noch die Werbung vermehrt hervorgehoben. Es wird vielmehr versucht mit der Seite auf die einzelnen User direkt zu reagieren. Ein Teil der Tweets wurden verwendet um auf Kundenreklamationen zu antworten, dadurch wurde die Transparenz sowie die Glaubwürdigkeit des Unternehmens bei den Usern erhöht.

(
)
© Telekom-Presse
 |
Reaktionen auf diesen Artikel
|
|
Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.
|
|