Diaspora, Ilya Zhitomirskiy

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Diaspora-Mitbegründer Ilya Zhitomirskiy gestorben

 

Ilya Zhitomirskiy, einer der vier Gründer der Facebook-Alternative Diaspora ist vor knapp zwei Wochen mit 22 Jahren in San Francisco gestorben. Die Todesursache ist bisher noch nicht geklärt.

 

(24.11.2011, 09:20) Ilya Zhitomirskiy gründete gemeinsam mit den US-Informatikstudenten Daniel Grippi, Maxwell Salzberg und Raphael Sofaer 2010 die Open-Source-Alternative zum sozialen Netzwerk Facebook. Das Projekt wurde zu Beginn stark durch Spenden unterstützt. Innerhalb weniger Wochen konnten die Entwickler Anfang Mai 2010 rund 200.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 150.000 Euro) für die Umsetzung des Netzwerks sammeln.

 

 

 

Facebook half indirekt dabei, die Beliebtheit von Diaspora zu steigern, da das Mainstream-Netzwerk wegen seines Umgangs mit Userdaten und laufender Veränderungen der Nutzungsbedingungen stark kritisiert wurde. Überraschenderweise unterstützte Facebook das Konkurrenzprojekt nicht nur indirekt - unter den Gönnern fand sich niemand anderes als Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg, der Diaspora als "coole Idee" bezeichnete.

 

Im September 2010 haben die Diaspora-Entwickler den ersten Quellcode veröffentlicht, der seitdem ständig weiterentwickelt wurde. Diaspora ist ein verteiltes Netzwerk bei welchem jeder Teilnehmer einen (relativ) leicht einzurichtenden privaten Webserver (Diaspora Seed) betreibt. Dieser Server speichert private Daten und teilt sie nur mit den Diaspora-Seeds der eigenen Freunde. Im Vergleich zu Facebook bietet das Open-Source Netzwerk somit weitaus höhere Sicherheit und Datenkontrolle.

 

Das Einrichten eines eigenen Diaspora-Servers ist allerdings nicht ganz so trivial, wie das Einrichten eines Facebook-Kontos und somit sicherlich nicht jedermanns Sache. Allerdings steckt Diaspora noch in der Alpha-Phase, die bald abgeschlossen werden soll: Mit November 2011 soll Diaspora in die offene Betaphase gehen und einfacher sowie auch ohne Einladungen von Freunden genutzt werden können.

 

(Diaspora-Team stellt 2010 das Projekt vor)

 

Über die Todesursache Zhitomirskiy´s wird noch immer spekuliert. Nach Polizeiangaben kann Suizid nicht ausgeschlossen werden. Für die genauen Todesursachen müssen die Obduktionsergebnisse abgewartet werden, was noch einige Wochen dauern kann.

 

Quelle: Abcnews.com, golem.de, techcrunch

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