Der herkömmliche Fernseher ist ein Auslaufmodell

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Der herkömmliche Fernseher ist ein Auslaufmodell

 

Eine Accenture-Studie zeigt, dass der Fernseh- und Video-Konsum über das Internet rasant steigt. Neue Fernsehgeräte brauchen HD, 3D und Internetfähigkeit, denn die Zukunft ist hybrides Breitband-TV.

 

(10.1.2012, 11:05) Die Bedeutung des herkömmlichen Fernsehapparates für die Menschen sinkt. Das unterstreicht eine Untersuchung des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture in Deutschland und neun weiteren Ländern. Befragt wurden insgesamt 10.000 Personen.

Laut des Accenture-Reports "Always On, Always Connected" schauen sich mehr Befragte als vor zwei Jahren Sendungen und Videos auf dem Computer an. Allein in Deutschland ist ihr Anteil seit 2009 von 17 Prozent auf 26 Prozent gestiegen. In allen befragten Ländern liegt der Anteil bei durchschnittlich 33 Prozent.

In den USA schalten heute 40 Prozent weniger Befragte ihre traditionelle "Flimmerkiste" ein als noch 2009, wenn sie Sendungen und Filme sehen wollen. In Frankreich sind es 20 Prozent.

„Der Kampf um den Zuschauer hat sich auf das Internet ausgeweitet. Die Menschen verbringen viel Zeit online, an vernetzten Geräten, die in vielen Situationen die klassische Mattscheibe ersetzen", beschreibt Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications, Media & Technology bei Accenture, die Situation.

Konkurrenz machen dem Fernseher außerdem Smartphones. Zehn Prozent der Befragten gucken damit bereits Videos und Sendungen. Tablet-PCs der iPad-Klasse lösen das Bewegtbild ebenfalls vom Fernsehgerät. Laut der Accenture-Studie "Mobile Web Watch 2011" gucken 40 Prozent der Tablet-Besitzer in Deutschland darauf Filme und Serien aus dem Netz.

„Das klassische Fernsehen hat sein Monopol für Unterhaltung und Information in bewegten Bildern verloren. Over-the-top-TV-Angebote drängen mit Macht auf den Markt", sagt Nikolaus Mohr.

Beim "Over-the-top-TV" (OTT-TV) können Zuschauer Videos und Sendungen im Prinzip auf jedem internetfähigen Endgerät empfangen, ohne Settop-Boxen und andere dazwischengeschaltete Geräte. Offenheit ist der Erfolgsfaktor. Zu den Anbietern gehören tape.tv und Google mit Youtube, aber auch TV-Sender mit ihren Videoportalen und Mediatheken. Sie stellen die bewegten Bilder über das Internet zur Verfügung, per Streaming-Verfahren oder zum Herunterladen. Viele Angebote sind kostenlos und werden zum Teil mit Werbung finanziert. Für andere bezahlt der Nutzer eine Pauschale oder pro Nutzung.

„Die Zukunft ist hybrides Breitbandfernsehen", sagt Nikolaus Mohr, „also ein Angebot, das Inhalt und Elemente des klassischen Programmfernsehens mit Bewegtbild-Content aus dem Web verbindet. Das gilt sowohl für etablierte Sender, Gerätehersteller und Kabelanbieter als auch für Internetfirmen, Telekommunikationsanbieter und Medienunternehmen, die in den TV-Markt einsteigen wollen."

In der Studie "Always On, Always Connected" benennt Accenture einige der Leidtragenden des wachsenden Internetangebots. Es sind Verleiher und Verkäufer von DVDs, außerdem Anbieter von kostenpflichtigen Kabel- und Satellitenprogrammen. 32 Prozent derjenigen, die Online-Unterhaltungsangebote nutzen, leihen oder kaufen sich so gut wie keine oder überhaupt keine Filme mehr auf DVD.

Zwölf Prozent wollen ihr TV-Abo kündigen oder haben es bereits getan - wovon OTT-TV-Anbieter wie Hulu in den USA bereits profitieren.

Für den guten alten Fernseher heißt es aufrüsten, um beim Verbraucher zu punkten. 42 Prozent der Befragten wäre wichtig, dass ihr Neuer ein hochauflösendes Bild (HD) liefert. 25 Prozent machen die Internetfähigkeit des TV-Geräts zur Bedingung. Für ebenfalls 25 Prozent sollte der Apparat Bilder in 3D liefern.

„Die Zeit, in der Hersteller von Fernsehgeräten nur schicke Designer-Möbelstücke produziert haben, sind längst vorbei. Ein TV-Gerät, das keinen Zugang zu bewegten Bildern und weiteren Inhalten aus dem Internet und dem dazugehörigen Ökosystem ermöglicht, hat keine Zukunft", sagt Nikolaus Mohr.

Für die Accenture-Studie "Always On, Always Connected" (2012) wurden jeweils 1.000 Personen in den Ländern Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan Russland, Schweden, Südafrika und den USA befragt. Die Ergebnisse der europäischen Länder, der USA und für Japan sind repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. In den übrigen Ländern sind die Ergebnisse repräsentativ für die städtische Bevölkerung. Die Daten wurden im Herbst 2011 erhoben. Das Befragungspanel hat GMI (Global Market Insite) zur Verfügung gestellt, die Auswertung übernahm durch Accenture Research.

 

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