(22.12.2012, 14:00) In der vergangenen Woche hat Google die Tatsache verkündet, dass der Suchbegriff "Google+" am zweitschnellsten innerhalb eines Jahres gewachsen ist. Einen großen Hype erlebte der Suchbegriff ein paar Wochen nach seinem Start im vergangenen Sommer als bereits 10 Millionen User im sozialen Netzwerk registriert waren. Die User wollten wissen um was es sich bei diesem neuen Google+ Ding handelt.
Wenn man diesem sozialen Netzwerk nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt hat und dann veröffentlicht wird, dass Google+ der Nummer zwei Suchbegriff des Jahres ist, könnte man glauben, dass damit das Interesse am Netzwerk wieder neu entfacht wurde, doch diese Annahme ist falsch. Die Statistik über die Suchbegriffe des Jahres wurde auf der Zeitgeist Webseite veröffentlicht und hier werden alle Hypes im Bereich der Suche für Google+ bis Juli dargestellt.
Auf dieser Webseite lässt sich kein allgemeiner Trend in der Suche nach bestimmten Begriffen finden und es wurde nicht dem Umstand Rechnung getragen, dass Suchanfragen rückläufig sind. Um diese zu erfahren, muss der User auf Google Inside für die Suche gehen, dabei handelt es sich um ein Werkzeug mit dem man das Suchvolumen eines jeden Suchbegriffs ermitteln kann. Die Graphik für den Suchbegriff Google+ erweist sich als nicht besonders gut.
Das erste Interesse lässt sich zum Startzeitpunkt des sozialen Netzwerkes feststellen, danach flachte das Interesse ab. Erst als 10 Millionen User auf Google+ registriert waren, wurde das Interesse der User wieder geweckt. Der letzte Hype für den Suchbegriff lässt sich im September finden als das soziale Netzwerk für jeden zugänglich wurde. Nach diesem Zeitpunkt hat das Suchvolumen und somit das Interesse an diesem Suchbegriff stetig abgenommen.

Die Suchanfragen sind deswegen von Bedeutung, weil sie ein Indikator für das Interesse an etwas sind. Die User suchen in den meisten Fällen nach etwas das sie interessiert und verfolgen damit eine bestimmte Absicht. Das Sucherinteresse an Google+ hat in letzter Zeit abgenommen und dies wirft die Frage auch, ob denn die User diesen Service überhaupt noch nutzen. Es sind zwar mehr als 10 Millionen User im sozialen Netzwerk registriert, doch muss das nicht heißen, dass diese nachdem sie auf den Anmelden-Button geklickt haben auch zum Netzwerk zurückkommen.
Um diesen Ansatz zu überprüfen hat TechChrunch einen Vergleich der Suchbegriffe durchgeführt. Bei diesem Vergleich wurde festgestellt, dass die Suchanfragen zu Google+ im Gegensatz zu Twitter Suchanfragen zwergenhaft sind. Der Abstand wird noch größer, wenn man Google+ mit Facebook vergleicht. User suchen nach etwas, das sie interessiert oder nach etwas über das sie mehr erfahren möchten. Die Benutzer suchen sogar mehr nach Google oder Gmail als nach Google+. Es wäre zu verkraften, dass die Suchanfragen nach Google+ nicht so hoch sind, wie nach Twitter oder Facebook, wenn das soziale Netzwerk wachsen würde, doch im Moment stagniert dieses und bewegt sich nicht weiter.

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Suchbegriffe: Das Interesse an Google+ ist im Abnehmen