Führende Email- und Technikanbieter haben sich vor über 18 Monaten zusammengetan, um eine effiziente Methode gegen Spam und Phishing zu entwickeln. Die noch nicht standardisierte Spezifikation läuft bei Google, Facebook und Co bereits im Feldversuch.
(30. 01. 2012; 11:00) Die sogenannte DMARC-Allianz schließt neben den großen Email-Providern Google, Microsoft, Yahoo und AOL, auch Finanzdienstleister wie Bank of America, Fidelity Investments, und Paypal, sowie soziale Netzwerke ein, die daran interessiert sind, ein sicheres und vertrauenswürdiges Email-System für ihre Kunden beziehungsweise Nutzer zur Verfügung zu stellen.
Bei Phishing Angriffen werden Informationen der Nutzer wie Kreditkartendaten oder auch Passwörter abgegriffen. Dies ist durch gefälschte Email-Nachrichten möglich, in denen die Nutzer dazu aufgefordert werden, sich aufgrund von Problemen oder anderen Gründen bei dem Internet-Dienst oder dem Online-Banking anzumelden. Durch auf das Klicken des vermeintlichen Links kommen die Angreifer zu den heiklen Daten.
Das unter dem Namen "Domain based Message Authentication, Reporting und Conformance" laufende Projekt, soll Phishing massiv erschweren. Als Ansatz für diese Entwicklungen dienen Programme wie DKIM (Domainkeys Identified Mail) und SPF (Sender Policy Framework). Diese wurden schon vor Jahren entwickelt, sind aber aufgrund ihrer zu geringen Verbreitung wenig effektiv.
Mit DMARC soll es künftig für den Nutzer leichter zu verifizieren sein, ob der Verfasser der Email mit dem tatsächlichen Absender auch übereinstimmt. Sobald dies nicht der Fall ist, wird dem Nutzer auch vorgeschlagen, wie er mit dieser Mail zu verfahren hat. Absender können mit DMARC auch festlegen, dass nicht authentifizierte Emails direkt gelöscht werden, oder in den Spamordner verschoben werden.
Das auf DKIM und SPF basierende Programm, ohne dem DMARC nicht funktionieren würde, sieht vor, den Empfängern von Emails die Möglichkeit zu bieten, zu sehen, wie Absender DKIM und SPF nutzen. Außerdem soll es auch in die andere Richtung möglich sein, indem Empfänger die Absender über Authentifizierungsprobleme informieren können, damit diese vorhandene Lücken einfacher finden können.
Ein Facebook-Spezialist meldete dem US-Magazin, dass das DMARC-System schon seit einiger Zeit in Betrieb sei. Dies diene vor allem dazu, um erste Daten sammeln zu können und diese gemeinsam mit der Spezifikation der IETF (Internet Engineering Task Force) zur Standardisierung zu übergeben.
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