Die Cyber-Attacken auf Firmen nehmen sowohl in ihrer Quantität als auch in ihrer Qualität stetig zu.
(Bochum, 10.6.2010) Kleine und mittlere Unternehmen werden immer häufiger zu Angriffszielen von Cyberkriminellen. Die Täter gehen immer gefinkelter vor und betreiben auch im Vorfeld umfassende Recherchen.
Komplexe Technologien
"Beim Cyberdiebstahl sind heutzutage Profis am Werk. Ihre technischen Verfahren werden immer raffinierter und sie setzen hoch komplexe Technologien ein. Zudem ist ihre Vorgehensweise äußerst professionell, womit die Qualität ihrer Angriffe steigt", erläutert Ralf Benzmüller, Leiter der G Data SecurityLabs, im Gespräch mit Pressetext. Obwohl Unternehmen mittlerweile wesentlich höhere Schutzmechanismen einsetzen als früher und die Daten verschlüsseln, gelangen Cyberkriminelle nach wie vor häufig an sensible Daten. Den Zugriff verschaffen sich die Täter häufig auf Treiber- oder Dateisystemebene. Dennoch ist eine Verschlüsselung laut Benzmüller keineswegs nutzlos. Bedacht werden muss allerdings, dass die Passwörter häufig anhand von Keyloggern mitgeklaut werden, wodurch diese Schutzmechanismen wieder umgangen werden können. "Dieses Katz- und Maus-Spiel hat mittlerweile eine höhere Ebene erreicht", so der Experte gegenüber Pressetext.
Die Cyberkriminellen zeigen sich bereits in der Vorbereitung äußerst professionell. Laut Symantec recherchieren sie meist im Vorfeld in Zeitungsartikeln, auf Webseiten und Internet-Plattformen, um Details über Firmen und deren Mitarbeiter herauszufinden. Das wird dann für die Personalisierung der schädlichen E-Mail-Dateianhänge genutzt. Neben dem Datenträgerverlust ist der Datendiebstahl mittlerweile für 37 Prozent aller Datenschutzverletzungen innerhalb der Unternehmen verantwortlich.